=> Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Eigene Erfahrungsberichte zu Baclofen und Alkohol
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Chinaski
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Chinaski » 10. April 2017, 19:49

Hallo Luphan,

.
- Er hat das Gefühl, ich verlasse mich zu sehr auf Baclofen
- Es muss mehr Willensstärke von meiner Seite kommen
- 1/2 Jahr bis 1 Jahr sollte ich bei null Alkohol ankommen


du versuchst das Pferd von hinten aufzuzäumen in dem du einen Moderaten Konsum ansttebst.
Wie soll das funktionieren?

Baclofen auf dosieren bis irgendwann der Punkt kommt wo das Craving aufhört und der moderate Konsum einsetzt?

Dein Ziel sollte erstmal die Abstinenz sein und das für eine lange Zeit!
Da ist ein Jahr gar nichts.
Dann irgendwann kannst du vielleicht unter Umständen gegebenenfalls eventuell mal darüber nachdenken wie ein moderater Konsum aussehen könnte.
Wie soll es sonst funktionieren?
Baclofen schlägt einem nicht den Drink aus der Hand.


Ich kenne niemand der Süchtig getrunken hat und danach moderat trinken konnte.

Ich z.B. bin jetzt über 4 Jahre abstinent und Alkohol ist noch immer ein Thema.
Nicht das ich Craving habe und trinken möchte aber ich setze mich mit dem wieso weshalb warum auseinander.
Es gibt ja Gründe warum ich getrunken habe und die lösen sich ja nicht in Luft auf.
Manche Parameter kann ich ändern die meisten sind so verinnerlicht da andere ich nix.
Da muss ich aufpassen und achtsam sein.

Dein Arzt hat ein klein wenig Recht...

Gruß...
Chinaski

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laggard
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon laggard » 10. April 2017, 22:24

Lucidare hat geschrieben:Sorry, Laggard. Hat sich überschnitten. [pardon]


Hauptsache wir widersprechen uns alle nicht zu sehr
Sonst weiss der gute Luphan garnicht mehr weiter [wacko]

Zieh mich raus

Laggard´s Tage mit Alkohol im Juni : 9


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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 11. April 2017, 06:33

Hi Laggard,

es gibt nun mal verschiedene Meinungen und Ansichten, auch weil die Wege nicht immer exakt nach dem gleichen Schema verlaufen. Es sind nunmal jedem seine eigenen Erfahrungen, von denen man berichtet.

Deswegen:

Laggard hat geschrieben:Zieh mich raus


[unknown]

LG
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 11. April 2017, 17:01

Halo alle zusammen,

und vielen Dank für eure zahlreichen und ausführlichen Antworten. Das Forum hier ist für mich wirklich wichtig als Unterstützung. Bis auf meine Frau habe ich keinen und ihr habt bereits eure Erfahrungen mit Baclofen gemacht.

laggard hat geschrieben:Hauptsache wir widersprechen uns alle nicht zu sehr
Sonst weiss der gute Luphan garnicht mehr weiter [wacko]


Keine Sorge, [help]. Ich steige schon noch gut durch. Das es unterschiedliche Meinungen gibt ist völlig OK. Kritik kann ich auch gut vertragen!

laggard hat geschrieben:Vlt kannst du ja mal wiederholen , was er genau gesagt hat
Argumente für Baclofen gibt es genug ...ich überlege mir dann mal was
Bin ja mal gespannt auf deine Leberwerte


Am Wochenende habe ich mehr Zeit und werde dann mehr dazu schreiben.

Vielleicht war ich ja deshalb etwas unglücklich über die Aussage meines Arztes: mehr Eigeninitiative von meiner Seite her.

Es geht mir einfach zu schnell!

Letztendlich ist das was mein Arzt sagt schon OK. Dennoch ist heute erst mein 23. Tag mit Baclofen und diese Tage zählten / zählen für mich als Erprobungs- und Eingewöhnungszeit. Mehr Eigenarbeit und Reduktion des Alkohols sind sicherlich ein sehr wichtiges Ziel, doch alles Schritt für Schritt, GGG und nach und nach. Die wichtigste Erfahrung in diesem Zeitraum ist für mich:

Baclofen wirkt bei mir und damit ist eine gute Basis vorhanden!

Aber am WE mehr dazu. Danke nochmals für eure Antworten und danke das es dieses tolle Forum gibt!

Gruß

Luphan
"Es ist einfach Feeling pur, ich will die negativen Gedanken vertreiben, wie Schmutz um es als Vergleich von mir wegstreichen. Muss die Stimme dämpfen, diesen Text beenden und euch bitten nicht nach jedem Satz Kritik an mich persönlich zu wenden."

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 13. April 2017, 17:46

Hallo alle zusammen,

wollte am WE mehr schreiben, doch mir fällt ein da haben wir Ostern! Meine Frau und ich kommen erst Sonntag spät abends wieder nach Hause. Werde deshalb erst Montag auf die Beiträge antworten.

Dennoch eine Info muss jetzt sein. Letzte Woche war ich ja bei meinem Arzt und mir wurde Blut abgenommen. Mir wurde angeboten im Laufe der Woche telefonisch nach den Ergebnissen zu fragen. Jetzt kommt der Schock für mich!

    - Anfang Februar wurde mir Blut abgenommen
    - Mein Arzt und ich haben angenommen ich würde im Februar Urlaub nehmen können
    - Er hat mir da schon Baclofen verschrieben
    - Den Urlaub konnte ich nicht wie geplant nehmen
    - Urlaub konnte ich erst ab den 20. März nehmen
    - Am 19. März habe ich erst mit Baclofen angefangen
    - Am 6. April war ich bei meinem Arzt und Blut wurde nochmal abgenommen

Wie bereits gesagt, heute habe ich angerufen und die freundliche Sprechstunde / Arzthelferin sagte mir, dass der Arzt wohl notiert hat, Blutwerte sind im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Blutentnahme unverändert.

Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Meine Trinkmenge ist um 50% gesunken...

So langsam bekomme ich doch Panik. Für ihn ist sicherlich entscheidend das Baclofen mir hilft. Ja klar, von den Erfolgen habe ich ihn ja auch berichtet. Aber erzählen kann ich ihn ja viel. Greifbare Beweise und Ergebnisse sind aber für ihn bessere Leberwerte und nicht was ich ihn sage. Unser nächstes Treffen ist erst im Mai und keine Ahnung ob sich bis dahin überhaupt was an meinen Blutwerten ändern wird.

Was ich weiß ist:

- Leichter Vitaminmangel B12
- Leichte Fettleber
- Extrem hohes Cholesterin, so hoch das es evtl. in den Genen liegt

Ich wünsche euch allen frohe Ostern und ich werde mich Montag nochmal zu Wort melden.

Gruß

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Chinaski » 13. April 2017, 18:43

Hallo Luphan,

mach dich wegen der Werte nicht verrückt.

Je nachdem wie hoch deine Leberwerte waren/sind dauert es auch einen Moment bis sie sich wieder im Normbereich bewegen.

Dein Arzt wird auch hoffentlich nicht nur auf deine Werte schauen sondern dich ganzheitlich betrachten.
Dir geht doch schon nach so kurzer Zeit besser.
Das sieht er und wird er dir auch glauben.
Er ist ja auch auf deine ehrliche Rückmeldung angewiesen.
Warum solltest du sonst die ganze Behandlung auf dich nehmen wenn du selbst nicht an den Erfolg glauben würdest?

Frohe Ostern und dicke Eier...
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Zuletzt geändert von Chinaski am 14. April 2017, 07:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 14. April 2017, 07:25

Hi Luphan,

Luphan hat geschrieben:Es geht mir einfach zu schnell!


So langsam bekomme ich doch Panik.


[pardon]


Chinaski hat geschrieben:Frohe Ostern und dicke Eier...


Dito

LG
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 14. April 2017, 08:01

Noch zur Ergänzung,

Chinaski hat geschrieben:Je nachdem wie hoch deine Leberwerte waren/sind dauert es auch einen Moment bis sie sich wieder im Normbereich bewegen.


Ist die Ursache der erhöhten Leberwerte festgestellt, sollte sie nach Möglichkeit ausgeschaltet werden. Das bedeutet im Fall von Alkohol oder falscher Ernährung: Verzichten Sie auf Alkohol und fettreiche Lebensmittel. Gönnen Sie Ihrer Leber mindestens ein halbes Jahr Zeit, um sich zu regenerieren.


Quelle

LG
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 17. April 2017, 16:19

Hallo alle zusammen,

ich hoffe ihr habt alle die Feiertage gut überstanden. Heute habe ich wieder Zeit und kann mich meinem Tagebuch wieder widmen. Aber vorerst will ich noch auf eure Antworten eingehen.

laggard hat geschrieben:Ab 100 mg aufwärts krümmt sich bei vielen Usern der Haken
Es tut sich was
Lieber langsamer aufdosieren .....ein paar Tage länger warten
Ich bin mir sicher , das ich heute eine viel kleinere Dosis benötigen würde , wenn ich langsamer aufdosiert hätte
Also wären wir wieder bei GGG
Hab jetzt nicht so alles von dir gelesen , aber ich glaube , du trinkst täglich , bist also der perfekte Kanidat [mocking] für Bac
Das wird schon doppd


Also an "GGG" halte ich mich sehr strikt. Dosiere nach Leitfaden langsam auf und fahre auch gut damit. Und ja, ich trinke täglich Alkohol. Jetzt unter Einfluss von Baclofen aber deutlich weniger.Ich bin leider dem trockenen Weißwein verfallen... .

laggard hat geschrieben:
Ich würde mir da gar kein Druck machen lassen , denn Druck ist jetzt das Letzte, was du gebrauchen kannst
Es gibt da keinen Zeitplan , den es einzuhalten gilt
Oder mein Lieblingssatz :An der Haltestelle "Ausstieg Sucht " hängt kein Fahrplan
Zur Not Arzt wechseln (wenn allles andere nicht funktioniert)!!!!

Vlt kannst du ja mal wiederholen , was er genau gesagt hat
Argumente für Baclofen gibt es genug ...ich überlege mir dann mal was
Bin ja mal gespannt auf deine Leberwerte


Das mit dem Druck kann ich nur unterschreiben. Dazu werde ich später noch mehr schreiben!

Den Arzt wechseln würde ich nur, wenn er wirklich die Therapie nach einem Jahr beenden wollen würde. Mache mir da mittlerweile auch weniger Sorgen, da es genügend andere verschreibende Ärzte gibt. Aber wie Lucidare schon geschrieben hat, für ihn ist die ganze Behandlung ja auch eine ganz neue Erfahrung und wir sollten uns beiden die Chance geben.

Mein Arzt ist der Meinung:

    - Meine Selbstständigkeit ist schon anstrengend genug
    - Meine kurzfristige Ernährungsumstellung auf "Low Carb"
    - Zusätzlich wieder Sport treiben

Er empfindet das als zu viel!
Ich empfinde das als genau richtig!

Er ist einfach der Meinung, dass ich zu viel auf einmal will. Vielleicht hat er ja dabei Recht aber wenn ich schon die Energie dafür habe, warum soll ich dann nicht mehrere Baustellen auf einmal gleichzeitig bearbeiten?

laggard hat geschrieben:Vlt kannst du ja mal wiederholen , was er genau gesagt hat


Bis auf die obigen Stichpunkte hat er eigentlich nicht viel mehr gesagt. Außer das er das Gefühl hat, ich verlasse mich viel zu sehr auf Baclofen und es muss mehr Anstrengung von meiner Seite kommen. Habe ihn darauf hin gesagt, dass ich Baclofen doch erst seit kurzer Zeit einnehme und es für mich ja auch eine "Erprobungszeit" ist. Musste doch erst wissen, wie und ob überhaupt das Medikament bei mir wirkt.

Lucidare hat geschrieben:Er fordert mehr Eigeninitiative, was auch verständlich ist. Ein fester Wille führt eben zu schnellerem Erfolg. Auch die temporäre Vorgabe kann man als durchaus realistisch bezeichnen. Nimm es als zusätzliche Motivation. :wink:


Ja, sehe das nach ein paar Tagen und "runterkommen" von dem Gespräch auch so Lucidare. Dennoch fand ich seine Einwände etwas verfrüht. Vielleicht nach dem 4 oder 5 Treffen ohne weiteren Erfolge...

Lucidare hat geschrieben:Versuche das mit dem moderaten Konsum gedanklich mal nicht als das Optimum festzulegen. Eine längere Abstinenz hat durchaus seine Vorteile. Arbeite weiter an der Trinkmenge. Es kann durchaus sein, dass Du im Laufe der Therapie erkennst, das die ein oder zwei Gläser Wein auch nicht mehr nötig sind. Ich würde das so in der Form mit dem Arzt auch nicht besprechen. Ich an Seiner Stelle würde das als vermeintliches "Indiz" werten, dass "Dir der Wille fehlt". "Mein erstes Ziel ist, die Trinkmenge weitmöglichst zu reduzieren" hört sich besser an.


Das mit dem fehlenden Willen als Indiz für ihn könnte wirklich hinkommen. Trinkmengenreduzierung ist das erklärte Zeil. Werde das beim nächsten Treffen auch so äußern. Nur die Zeitspanne in der die Menge geringer wird ist der Faktor X = Willensstärke. Das könnte das Problem werden... .


Lucidare hat geschrieben:Ansonsten leistest Du mit Deiner guten Vorbereitung etc. bei Deinem Arzt eine hervorragende Basisarbeit. [good]


Vielen Dank!

Lucidare hat geschrieben:Baclofen schlägt einem nicht den Drink aus der Hand.


Habe das hier im Forum so oft gelesen. Die Bedeutung dahinter kristallisierte sich erst währen der Baclofen-Einnahme für mich heraus!

Gruß

Luphan
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 17. April 2017, 16:54

Dann mal zu meinem Tagebuch.

Zur Zeit bin ich bei 70 mg Baclofen am Tag angekommen.

Verträglichkeit wird immer besser oder noch besser ausgedrückt:

    - Keinerlei Nebenwirkungen bis auf zeitweise Müdigkeit

Dafür aber viele positive Wirkungen wie:

    - Stets ausgeschlafen
    - Fit am Tag
    - Sehr gelassen und entspannt
    - Auf Arbeit höchst motiviert und voller Energie
    - Keine feuchten Handinnenflächen
    - Fester Stuhlgang (Nährstoffe komme hin wo sie hin sollen)
    - Leichte Aggressivität (Komme ich noch zu)
- Erinnerungen vom Vortag sind am nächsten Tag noch vorhanden!

Craving und Entzugserscheinungen:

Das ist noch ein Thema für mich. Hatte da noch Schwierigkeiten die Beiden voneinander zu unterscheiden. Meine Frau und sind Freitag nach Warschau zu meinem Vater über Ostern gefahren. Das ist eine sehr lange Fahrt! Wir sind Freitag gegen 18 Uhr angekommen und ich hatte kein Craving aber leichten Entzug. Oder war es kein Entzug und leichtes Craving? Wie bereits gesagt, kann ich noch nicht gut unterscheiden... .

Auf jeden Fall habe ich am Freitag ca. 0,9 Liter Wein getrunken. Was eigentlich bei meine Vater für mich nicht möglich wäre. Im Vorstellungsforum habe ich mehr über meine Beziehung zu meinen Vater geschrieben. Er hat früher mein Selbstvertrauen stark beeinträchtigt und gute und entspannte Treffen und Kommunikation unter uns gehen bei uns nur mit viel Alkohol. Diesmal waren es aber die besagten 0,9 Liter und alles war OK. Am Samstag kam dann der Clou! Wir waren den ganzen Tag bis 18 Uhr in Warschau unterwegs und ich habe eine 0,7 Liter Weinflasche getrunken und hatte danach keine Lust mehr.

Der Clou dabei war, dass ich eigentlich immer 1 Liter-Flaschen einkaufe und an dem Abend stand eine 0,7 Liter-Flasche vor mir. Ich habe das nicht bemerkt und meine Frau hat sich auch nicht getraut an dem Abend was zu sagen. Erst am Sonntag hat sie mich aufgeklärt! War ich da Happy!

Die Tage vor Ostern habe ich weiter meinem Liter Wein getrunken. Und wenn ich ganz ehrlich bin, wollte ich auch nicht weniger trinken. Thema mein Arzt und Eigeninitiative... .

Gestern sind wir gegen 18 Uhr aus Polen wieder zurück nach Hause gekommen. Gestern erlitt ich einen Rückschlag! Es war einfach nur schön wieder hier zu sein. Bei meinem Vater fühle ich mich innerlich noch immer unter Druck. Es war zwar sehr schön bei ihn und unsere Beziehung ist viel besser seit 2 Jahren geworden, trotzdem war es schön wieder zu Hause zu sein. Von 18 Uhr bis 21 Uhr habe ich dann 1,25 Liter Wein getrunken!

OK, das klingt jetzt nicht so nach sehr viel und Rückschläge egal in welchen Dimensionen gehören dazu. Es war halt mehr als 1 Liter am Tag!

Die Lust mich einfach nur zu betrinken schlummert auch noch in mir. Es fehlt mir!

Aber der Trigger war halt da! Ich hatte es mir einfach verdient nach den Tagen in Polen. Ich hatte einfach Lust mich zu betrinken und wollte eigentlich viel mehr trinken. Hat aber nicht geklappt. Baclofen schlägt einem das Glas nicht aus der Hand. Ja stimmt!

Unter Baclofen bekomme ich aber einfach nicht die Mengen an Wein mehr runter wie früher. Es geht irgendwie einfach nicht! Kennt jemand diesen Gefühl auch?

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Montag

Luphan

P.s.: Lucidare, Chinaski und laggard. Könnt ihr mir hier oder per PN eure Links zu euren Erfahrungsberichten schreiben? Lese hier sehr gerne im Forum und würde von den Dreien, die mir in meinem Tagebuch sehr behilflich sind, mehr erfahren wollen.
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon DonQuixote » 19. April 2017, 22:49

Hi Luphan
Das klingt alles sehr gut [good] . Ok, Dein Alkoholkonsum ist jetzt schon noch etwas zu hoch :grbl .
Aber da Du das Medikament Baclofen offenbar gut verträgst, spricht überhaupt nichts dagegen, die Dosis weiter zu erhöhen. Absolute Abstinenz von Heute auf Morgen darf, muss aber nicht unbedingt das Ziel sein, das spürst Du ja selbst, und Erfahrung macht am Ende klug. Nimm die bisher positiven Wirkungen des Medikaments Baclofen mit und arbeite weiter an einer Verbesserung, falls Du das wünschst und für Dich als notwendig erachtest.

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 20. April 2017, 16:12

Hallo alle zusammen,

DonQuixote hat geschrieben:Ok, Dein Alkoholkonsum ist jetzt schon noch etwas zu hoch :grbl .


Ja,den Gedanken haben meine Frau und ich auch. Leider verursacht der Gedanke bei mir eine Art Angst, eine Angst die Druck auf mich erzeugt und ich denke dadurch nur noch mehr an Alkohol. Deshalb versuche ich mir einfach keine Gedanken zu machen! Ich dosiere weiter nach oben und bin ab morgen auf 80 mg am Tag. Ich hoffe das der Schalter / Switch dann kommt. Von 2 Litern Wein bin ich bereits auf 1 Liter Wein gekommen und seit letzten Samstag kann ich 3 Tage mit 0,7 - 0,8 Liter verzeichnen. Das alles kann ich bisher Baclofen zuordnen, dabei war noch kaum eigener Wille und Anstrengung dabei. Die wird aber noch kommen!

Zitat hier aus dem Forum, User weiß ich nicht mehr:

Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunter boxen, Stufe für Stufe. Mark Twain

jivaro hat geschrieben:Lieber Laggard,

ich freue mich riesig über das gute Laborergebnis sehr, hoffe aber dass Du ganz fest verankerst, dass hohe Dosen Alkohol plus hohe Dosen Baclofen einfach nicht passen.
Dein Verhalten in der Vergangenheit treibt Baclofen immer wieder in die Schmuddelecke. In der wichtigsten Entgiftungsstation hier lächeln de Therapeuten über Baclofen; zu oft landen Menschen dort, die Baclofen plus Alkohol konsumiert haben. Die lernen dann dort, dass Baclofen nichts bringt -und glauben das auch!
Schade...


Stimmt das wirklich? Wenn ich mich als Beispiel mit zur Zeit 70 mg am Tag + 1 Liter Wein nehme... . Klingt beängstigend?

Würde mich über Antworten zu meinen Posts davor sehr freuen.

Gruß

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon laggard » 20. April 2017, 21:35

Hallo Luphan ,
Luphan hat geschrieben:Stimmt das wirklich? Wenn ich mich als Beispiel mit zur Zeit 70 mg am Tag + 1 Liter Wein nehme... .

Naja ...Medikamente +Alk sind ja nie gut
Allerdings braucht es bei dir noch etwas mehr Bac
Dein Alk Konsum sollte möglichst niedrig gehalten werden
Soviel wie nötig,wenig wie möglich
Deine Dosis/dein jetziger Konsum läuft unter "geht noch "
Ab 100 mg aufwärts und" Kante geben" /"Trinken wie bisher gewohnt " geht dann nicht mehr
Schmeisst dich auch in deiner Therapie wochenweise zurück
Ich spreche aus Erfahrung
Du hast es hier mit 2 Super Hirnverdrehern zu tun


Luphan hat geschrieben:Ich hoffe das der Schalter / Switch dann kommt

Vergiss den ganz schnell wieder
Ameisen hat seinerzeit testweise extrem hochdosiert (270mg/d)
Das brauchst du zum Glück nicht
Nach Plan aufdosieren ist sicher der richtige Weg
Manche dosieren auch nach Nebenwirkung hoch ...geht auch
Glaub an dich /Glaub an Bac
Im Optimalfall entsteht eine Gleichgültigkeit gegenüber Alk
Kannst du dir das vorstellen ?
Noch nicht ...aber ...alles kann

Warum schneit es hier eigentlich immer noch ? :grbl [biggrin]

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon DonQuixote » 21. April 2017, 22:14

Hallo Luphan

Zunächst etwas hierzu:

Luphan hat geschrieben:
jivaro hat geschrieben:Lieber Laggard,

Ich freue mich riesig über das gute Laborergebnis sehr, hoffe aber dass Du ganz fest verankerst, dass hohe Dosen Alkohol plus hohe Dosen Baclofen einfach nicht passen.
Dein Verhalten in der Vergangenheit treibt Baclofen immer wieder in die Schmuddelecke. In der wichtigsten Entgiftungsstation hier lächeln de Therapeuten über Baclofen; zu oft landen Menschen dort, die Baclofen plus Alkohol konsumiert haben. Die lernen dann dort, dass Baclofen nichts bringt -und glauben das auch!
Schade...

Stimmt das wirklich? Wenn ich mich als Beispiel mit zur Zeit 70 mg am Tag + 1 Liter Wein nehme... . Klingt beängstigend?

Einerseits stimmt das, andererseits stimmt das aber auch nicht. Eine Gefährdung besteht sicher bei akuter Überdosierung von Baclofen und bei gleichzeitiger akuter Überdosierung von Alkohol.

Man stelle sich etwa dieses Szenario vor: Ein „Baclofen-Patient“ trinkt sich unbeabsichtigt in einen schweren Rausch und wirft sich jetzt aus einer Art Panik heraus eine riesige und für ihn ungewohnte Dosis des Medikaments Baclofen ein. Ja, das kann dann wirklich gefährlich werden, und solche Vorfälle enden dann eben manchmal auf der Intensivstation *grmpf*. Das reine Zusammenspiel von hoher (gewohnter) Baclofen-Dosierung und Alkoholkonsum darf man aber nicht per se als gefährlich anschauen. Sieh Dir bitte auch mal unseren „Baclofen-Leitfaden“ an, dort wird z.B. ein langsames Hochdosieren von Baclofen selbst bei vorerst noch gleichbleibendem (hohem) Alkoholkonsum ausdrücklich empfohlen.

Und dann noch etwas zu diesem oft zitierten „Switch“, oder wie es eigentlich korrekt heißen müsste, der therapeutisch notwendigen Dosis.

laggard hat geschrieben:
Luphan hat geschrieben:Ich hoffe das der Schalter / Switch dann kommt

Vergiss den ganz schnell wieder
Ameisen hat seinerzeit testweise extrem hochdosiert (270mg/d)
Das brauchst du zum Glück nicht. Nach Plan aufdosieren ist sicher der richtige Weg

Warum wird dieser Begriff „Switch“ immer wieder verwendet? Vielleicht deshalb, weil Olivier Ameisen in seinem Buch beschreibt, wie er sich urplötzlich anlässlich eines Aufenthaltes in einer Bar seiner Gleichgültigkeit gegenüber Alkohol gewahr wurde:

Olivier Ameisen in seinem Buch hat geschrieben:"Am Samstag, dem 14. Februar, am 38. Tag meines Baclofen-Protokolls, war ich bei 270 Milligramm täglich, das Neunfache der Dosis, die Giovanni Addolorato bei seinen Versuchen mit Baclofen gegen Alkohol-Craving verwendete. Rebecca wollte, dass ich sie am Nachmittag zum Tee ins Hotel Le Lodge Park begleitete, das eleganteste Haus in Megève. Das Hotel besitzt eine große Bar und eine weitläufige Lounge, beide gleichermaßen bekannt dafür, dass man sehr gut Leute beobachten und atemberaubende Ausblicke auf die Landschaft genießen kann. Ich fürchtete, dass ich dort vor allem trinkende Menschen sehen würde, ging aber trotzdem mit.

Wir bestellten Tee, Rebecca beobachtete die anderen Gäste, ich las meine Zeitungen. Nach fünf oder zehn Minuten blickte ich auf. Rechts neben mir saß ein Mann in einem Sessel und trank eine dunkle Flüssigkeit, Whiskey oder Cognac, vermutete ich – und es war mir egal. Ich schaute wieder in meine Zeitung, und es dauerte ein bis zwei Minuten, bis ich das gleichgültige Gefühl bewusst registrierte.

Das ist interessant, dachte ich. Ich blickte wieder auf und zu dem Mann in dem Sessel. Inzwischen hatten sich zwei weitere Personen hinzugesellt, die drei prosteten sich zu. Wieder war es mir egal. In all den Jahren meines Alkoholikerdaseins hatte ich das nicht erlebt. Das Baclofen hatte es in fünf Wochen geschafft. Ich ließ meine Augen durch den Raum wandern und riskierte sogar einen Blick auf die Bar mit den schimmernden Flaschen. Sie riefen mich nicht mehr, wie sie es so lange getan hatten. Ich sah Menschen mit unterschiedlichen Getränken: Kaffee und Tee, Limonade, Bier, Champagner, Schnäpse. Kein Gedanke an Alkohol kam mir in den Sinn, kein Craving plagte mich."
(Olivier Ameisen, „Das Ende meiner Sucht“, ISBN-10: 3888979013, Kapitel 7, „Das Craving durchbrechen“)

So war das also bei Olivier Ameisen gewesen. Er spricht da zwar von einer Therapie von „38 Tagen“, in Wahrheit experimentierte er allerdings mehr als zwei Jahre, um seine für ihn persönlich wirksame individuellen Dosis von 270 mg zu finden.

Der sog. „Switch“ wird leider oft als so etwas wie ein persönliches Erweckungserlebnis verklärt, oder als eine Baclofen-Dosis beschrieben, bei der das Medikament urplötzlich seine Wirksamkeit entfaltet. In den meisten Fällen ist es aber so, dass die Wirksamkeit der Baclofen-Therapie, und damit die Höhe der individuell notwendigen therapeutischen Dosis, persönlich erspürt werden muss, und sich genauso wie das Einschleichen der Dosis, auch einschleichend einstellt. Ein „Switch-Erlebnis“ kann dabei sicher vorkommen, das hat aber eigentlich nichts mit einer „Switch-Dosis“ zu tun. Man sollte meiner Meinung nach viel eher von einer individuell sehr unterschiedlich hohen therapeutisch notwenigen Dosis des Medikaments als von einem „Switch“ sprechen.

Olivier Ameisen Buch "Das Ende meiner Sucht" und seine Entdeckung der Baclofen-Therapie ist ganz bestimmt ein Meilenstein in der Geschichte der Behandlung der Alkoholabhängigkeit. Der Kardiologe Olivier Ameisen war mit seinem Selbstexperiment quasi sein eigenes "Versuchskaninchen". Sein Erfahrungsbericht erschien bereits 2005 (!) in der renommierten Fachzeitschrift Alcohol And Alcoholism, und manche Vorgehensweise, die Olivier Ameisen als Patient Nummer eins in seinem Buch noch "ausprobierte", gilt heute - über zehn Jahre später - als überholt. In der letzten Dekade hatten zahlreiche Wissenschaftler die Gelegenheit, anhand Zigtausender Patienten zu erforschen, wie Baclofen bei einer Mehrheit am besten funktioniert. Alle, die heute mit Baclofen beginnen, haben das große Glück, auf diesen Erfahrungsschatz und die daraus resultierenden bewährten Schemata der Baclofen-Therapie zurückgreifen zu können (Leitfaden für die Anwendung). Sie müssen also keine "Versuchskaninchen" mehr sein.

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 23. April 2017, 15:37

Hallo alle zusammen,

Luphan hat geschrieben:
Aber der Trigger war halt da! Ich hatte es mir einfach verdient nach den Tagen in Polen. Ich hatte einfach Lust mich zu betrinken und wollte eigentlich viel mehr trinken. Hat aber nicht geklappt. Baclofen schlägt einem das Glas nicht aus der Hand. Ja stimmt!

Unter Baclofen bekomme ich aber einfach nicht die Mengen an Wein mehr runter wie früher. Es geht irgendwie einfach nicht! Kennt jemand diesen Gefühl auch?


Mir kommt es zur Zeit eigentlich eher so vor:

    Baclofen schlägt mir viele Gläser aus der Hand aber nicht alle.

DonQuixote hat geschrieben:Hi Luphan
Das klingt alles sehr gut [good] . Ok, Dein Alkoholkonsum ist jetzt schon noch etwas zu hoch :grbl .
Aber da Du das Medikament Baclofen offenbar gut verträgst, spricht überhaupt nichts dagegen, die Dosis [url=http://www.forum-baclofen.com/viewtopic.php?p=9211#p9211]weiter zu erhöhen.
DonQuixote


Seit fast drei Wochen habe ich nach den Erhöhungen nach Leitfaden keinerlei Nebenwirkungen. Scheinbar kann ich mich glücklich schätzen, dass ich Baclofen so gut vertrage. Ich profitiere bis auf reduzierten Alkoholkonsum von vielen anderen Dingen in meinem jetzigen Leben. Wer weiß wann und ob nicht doch noch Nebenwirkungen nach Aufdosierungen kommen werden?

DonQuixote hat geschrieben:Warum wird dieser Begriff „Switch“ immer wieder verwendet? Vielleicht deshalb, weil Olivier Ameisen in seinem Buch beschreibt, wie er sich urplötzlich anlässlich eines Aufenthaltes in einer Bar seiner Gleichgültigkeit gegenüber Alkohol gewahr wurde:


Habe vor paar Tagen grade das Buch nochmal gelesen. Deshalb hatte sich im Kopf den Begriff "Switch" verfestigt. Aber Danke für deine ausführliche Aufklärung.


Lucidare hat geschrieben:Hi laggard,
laggard hat geschrieben:Er sagte immer :Wer saufen kann , kann auch arbeiten
Daraus zog ich den Schluss : Wer arbeiten kann , kann auch saufen


...und irgendwann säuft man um arbeiten zu können.


Fand ich sehr gut geschrieben und wollte das es in meinem Tagebuch auftaucht.

Gruß Luphan
"Es ist einfach Feeling pur, ich will die negativen Gedanken vertreiben, wie Schmutz um es als Vergleich von mir wegstreichen. Muss die Stimme dämpfen, diesen Text beenden und euch bitten nicht nach jedem Satz Kritik an mich persönlich zu wenden."

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 23. April 2017, 16:07

So, jetzt geht es weiter mit meinem Tagebuch:

Zur Zeit bin ich bei 80 mg Baclofen am Tag. Ich habe keinerlei Nebenwirkungen bis auf leichte Benommenheit etwa 30 Minuten nach den Einnahmen und etwas mehr benommen so ab 17 Uhr. Scheinbar ist da der Baclofenspiegel am höchsten Punkt angelangt bei mir.

Da stellten sich mir ein paar Fragen:


    - Ab wann habe ich eigentlich einen Baclofenspiegel aufgebaut?
    - Nach paar Wochen oder kann ich erst nach paar Monaten davon sprechen?
    - Ab wann kann ich den den konservativen Leitfaden verlassen und mit den Einnahmezeiten experimentieren?
    - Ab wann kann ich eine Notfalldosis / zusätzliche Einnahme einbauen?

Habe mir gedacht, zusätzlich zu der 16 Uhr Einnahme 10 mg zusätzlich zu nehmen. Würde ganz gerne den Baclofenspiegel weiter nach oben erhöhen. Zwischen 16 Uhr und 17 Uhr fing früher mein Craving. Sicherlich bereits früher aber diese Uhrzeit war jahrelang meine Trinkzeit. Auch das Gefühl der Benommenheit genieße ich. Bitte nicht falsch verstehen, meine damit eigentlich, ein Gefühl der tiefsten Entspanntheit und kein "Kopf" machen. Kann mich mit Baclofen nach der Arbeit von allen Gedanken an die Arbeit freimachen. Die Wirkung kommt aber oft nur bei einer Dosissteigerung.

Wäre das OK?

Habe mir einige Gedanken zu meinen Triggern gemacht und folgende gefunden:

- Stress nach Feierabend
- Tage mit wenig Alkohol / jetzt hast du es dir mal verdient

So, jetzt geht es weiter mit meinem Tagebuch:

Zur Zeit bin ich bei 80 mg Baclofen am Tag. Ich habe keinerlei Nebenwirkungen bis auf leichte Benommenheit etwa 30 Minuten nach den Einnahmen und etwas mehr benommen so ab 17 Uhr. Scheinbar ist da der Baclofenspiegel am höchsten Punkt angelangt bei mir.

Da stellten sich mir ein paar Fragen:


    - Ab wann habe ich eigentlich einen Baclofenspiegel aufgebaut?
    - Nach paar Wochen oder kann ich erst nach paar Monaten davon sprechen?
    - Ab wann kann ich den den konservativen Leitfaden verlassen und mit den Einnahmezeiten experimentieren?
    - Ab wann kann ich eine Notfalldosis / zusätzliche Einnahme einbauen?

Habe mir gedacht, zusätzlich zu der 16 Uhr Einnahme 10 mg zusätzlich zu nehmen. Würde ganz gerne den Baclofenspiegel weiter nach oben erhöhen. Zwischen 16 Uhr und 17 Uhr fing früher mein Craving. Sicherlich bereits früher aber diese Uhrzeit war jahrelang meine Trinkzeit. Auch das Gefühl der Benommenheit genieße ich. Bitte nicht falsch verstehen, meine damit eigentlich, ein Gefühl der tiefsten Entspanntheit und kein "Kopf" machen. Kann mich mit Baclofen nach der Arbeit von allen Gedanken an die Arbeit freimachen. Die Wirkung kommt aber oft nur bei einer Dosissteigerung.

Wäre das OK?

Habe mir einige Gedanken zu meinen Triggern gemacht und folgende gefunden:

- Stress nach Feierabend
- Tage mit wenig Alkohol / jetzt hast du es dir mal verdient

Seit gestern nehme ich Baclofen 35 Tage ein. Insgesamt hat sich der Alkoholkonsum so verteilt:

    - 4 Tage mit 0,7 Liter Weinkonsum
    - 3 Tage mit 1,2 Liter Weinkonsum
    - 28 Tage mit einem Liter Weinkonsum

Insgesamt habe ich durch Baclofen meinem Konsum um 50% reduziert und habe bisher noch keine eigene Leistung oder Anstrengung dafür unternommen. Muss wohl meinem Arzt Recht geben und anfangen an mir zu arbeiten. Ich weiß aber noch nicht wie.

Ein paar Ideen und Gedanken habe ich bereits als "Mind Map" aufgeschrieben:

    - Alkohol weiter nach hinten schieben z.B. 18 Uhr
    - Wein mit Wasser vermischen
    - Die beiden Trigger vermeiden
    - Warum und Wozu Fragen für mich beantworten

Schönen Sonntag euch allen

Luphan
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 25. April 2017, 19:16

Hallo alle zusammen,

bitte versteht mich mit dem was ich grade schreibe nicht falsch. Das Forum ist groß und es sind viele User hier unterwegs die neu sind, die Fragen haben, viele User die länger angemeldet sind, die auch Fragen haben, viele die ihre Erfahrungsberichte schreiben und sicherlich wartet hier viele jeden Tag für Tag begierig auf Antworten.

Kommt es vielleicht auf die Art und Weise "wie" man hier schreibt drauf an, dass man schneller Antworten bekommt? In manchen Threads tummeln sich die User nur so und diskutieren mit und in manchen Threads sind es immer die gleichen wenigen die was schreiben. Deshalb ein dickes Danke an alle die mir schreiben und meine Fragen beantworten.

Ihr glaubt es nicht aber ich logge mich jeden Morgen als erstes ins Forum ein. Hoffnungsvoll und erwartungsvoll Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Noch bevor ich überhaupt "pinkeln" war oder meine erste Zigarette + Kaffee getrunken hab. Das Forum ist meine einzige Möglichkeit an Erfahrungen und die damit verbundenen Informationen zu kommen. Natürlich kann ich nachvollziehen das es hier viele User gibt und das alle wichtig sind und die Zeit bei allen von uns knapp bemessen ist. Deshalb bitte nichts falsch verstehen...

Gruß

Luphan
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon laggard » 25. April 2017, 21:20

Hallo Luphan [hi_bye]
Luphan hat geschrieben:Kommt es vielleicht auf die Art und Weise "wie" man hier schreibt drauf an, dass man schneller Antworten bekommt?

Nee...eigentlich nicht
Bei manchen Sachen bin ich mir auch nicht so sicher
und will dir oder anderen Usern keinen Blödsinn "verzapfen " [biggrin]

Luphan hat geschrieben:Noch bevor ich überhaupt "pinkeln" war oder meine erste Zigarette + Kaffee getrunken hab.

Auweia ...werde mehr auf deine Beiträge achten :kst

Luphan hat geschrieben:Das Forum ist meine einzige Möglichkeit an Erfahrungen und die damit verbundenen Informationen zu kommen

Das ist richtig
Ich habe auch sehr viel hier gelesen und mich informiert
Auch die "erfahrenen" User brauchen ja mal Rat /haben manchmal genug mit sich selbst zu tun ..scheiss Krankheit halt
Achso..und es gibt ja noch ein Leben neben dem Forum
...und deswegen flutscht man manchmal auch durch das System [pardon]

Luphan hat geschrieben:Deshalb bitte nichts falsch verstehen...

Allett rottscher /Schreib weiter !!
Bis morgen(vor dem Kaffee [biggrin] )

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Chinaski » 25. April 2017, 23:14

Hallo Luphan,

Luphan hat geschrieben:Kommt es vielleicht auf die Art und Weise "wie" man hier schreibt drauf an, dass man schneller Antworten bekommt?


Freundlichkeit und eine gewisse Offenheit sind schon mal nicht schlecht.
Dann kommt es auf die Frage oder auf das Problem an.
Ob schon jemand die Erfahrung gemacht und ob das Thema und der Thread interessant sind.

Denke ich mal [blus]
Chinaski

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 26. April 2017, 18:18

Hallo alle zusammen,

Chinaski hat geschrieben:Freundlichkeit und eine gewisse Offenheit sind schon mal nicht schlecht.
Dann kommt es auf die Frage oder auf das Problem an.
Ob schon jemand die Erfahrung gemacht und ob das Thema und der Thread interessant sind.


Danke das ihr mir geantwortet habt! Hoffentlich bin ich freundlich, offen und meine Fragen beantwortbar. Weiterhin weiß ich nicht, ob mein Tagebuch / Thread interessant ist. Da liegt glaube ich auch mein Problem. Wenn ich Beträge oder Tagebücher von anderen lese, dann merke ich sehr schnell wo meine Grenzen liegen. Ich kann einfach nicht so gut und "interessant" schreiben. Ich verschlinge hier regelrecht das Forum und merke dabei sehr oft, Hut ab, dass ich mich niemals so gut ausdrücken könnte.

Aber ich gebe mein Bestes und ein dickes Sorry, falls ich gestern zu forsch klang. Es gibt hier nicht nur mich!

Gruß

Luphan
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