=> Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Eigene Erfahrungsberichte zu Baclofen und Alkohol
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andi
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon andi » 2. April 2017, 18:41

Chinaski hat geschrieben:Du musst den Kumpel im geiste raus schmeißen.


Der war gut good

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Dr. Strom
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Dr. Strom » 2. April 2017, 22:02

Luphan hat geschrieben:Was wäre denn, wenn ich bereits jetzt mit 40 mg schon kein Craving mehr habe? Aber aus Angst / Gewohnheit den Alkohol nicht lassen kann?


Ja, die dumme Gewohnheit. Selbst wenn das Craving weg ist, die Gewohnt der vielen Jahre scheint viel schwieriger beizukommen zu sein. Geht mir ganz genau so.
Für mich ist der Tag im Moment immer nur dann vollständig, wenn am Ende des Tages mindestens ein Glas Bier getrunken wurde. Diese Gewohnheit steht scheinbar auf der gleichen Stufe, wie Zähneputzen, oder vor dem zu Bett gehen die Armbanduhr abzulegen. Ohne diese Handlungen ist der Tag nicht abgeschlossen.
Gegen die Handlungszwänge der Gewohneit scheint mir Baclofen nicht anzukommen. Ich baue hierbei auf den Faktor Zeit, Zeit in Monaten gerechnet.
Will dir mit meiner Betrachtung keien Angst machen, sondern einfach nur das Thema Geduld hervorheben.
Ich schiebe meine Gewohnheit so lange am Tag vor mir her, bis mir vor Müdigkeit fast schon die Augen zufallen. Dann kann ich auch nicht mehr viel/lange Trinken und falle ins Bett. Leider ist das nur ein Trick um die Alkoholmenge zu begrenzen, nicht aber um die Gewohnheit los zu werden.

Hoffe du findest für dich einen Trick/Weg deine Gewohnheit auszutricksen.

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Luphan
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 3. April 2017, 16:57

Hallo alle zusammen,

Chinaski hat geschrieben:Hallo Luphan,

. Bleibt das Gefühl der Entspanntheit eigentlich immer?


Im Prinzip schon nur das es sich irgendwann normal anfühlt.
Du bemerkst es einfach nicht mehr.


Das klingt gut und gleichzeitig nicht gut... . Was sich normal anfühlt, wird nicht mehr als besonders und helfend mehr wahrgenommen. Oder verstehe ich das falsch?

Chinaski hat geschrieben:Ich bin ein Befürworter einer hochdosierten Baclofen Therapie.
Dort merkst du beim hochdosieren auch nicht wann der Punkt der Erhaltungsdosis erreicht ist.
Diesen findet man erst beim abdosieren.
Ich finde bei dieser Therapie Form findet man leichter seine Erhaltungsdosis da man an das Medikament gewöhnt ist und besser spürt ab welcher Dosierung das Craving wieder einsetzt.


Deine Worte beruhigen mich. Aber ab wann merke ich denn, wann ich die Erhaltungsdosis überschritten habe und wieder abdosieren muss?

Dr. Strom hat geschrieben:
Luphan hat geschrieben:Was wäre denn, wenn ich bereits jetzt mit 40 mg schon kein Craving mehr habe? Aber aus Angst / Gewohnheit den Alkohol nicht lassen kann?


Dr. Strom hat geschrieben:Für mich ist der Tag im Moment immer nur dann vollständig, wenn am Ende des Tages mindestens ein Glas Bier getrunken wurde. Diese Gewohnheit steht scheinbar auf der gleichen Stufe, wie Zähneputzen, oder vor dem zu Bett gehen die Armbanduhr abzulegen. Ohne diese Handlungen ist der Tag nicht abgeschlossen.
Gegen die Handlungszwänge der Gewohneit scheint mir Baclofen nicht anzukommen. Ich baue hierbei auf den Faktor Zeit, Zeit in Monaten gerechnet.


Wenn ich irgendwann mal am Abend nur ein bis zwei Weingläser trinken würde, dann wäre ich beim meinem Ziel angekommen sein. Völlige Abstinenz will ich jetzt und in Zukunft nicht erreichen. Aber du hast es gut beschrieben, die Gewohnheit scheint zur Zeit nicht zu überwinden zu sein. Den Faktor Zeit werde ich bei meinen Zielen mehr berücksichtigen.

Lucidare hat geschrieben:Und gib' Dir bitte selbst die Zeit, die notwendig ist. Wenn Du z.B. 10 Jahre zuviel getrunken hast, sind das 520 Wochen. Davon 8 Wochen sind nach Adam Riese und Eva Zwerg = 1,538%. Ich denke mal, ein paar Prozent mehr kannst Du Dir locker zugestehen.


Trotzdem werde ich versuchen die Gewohnheit langsam zu durchbrechen!

Bis Sonntag werde ich mir einige auf mich zugeschnittene Überlegungen zu dem Thema machen. Was sind Trigger, "warum und wozu" trinke ich. Wenn ich mir dann eine Liste erstellt habe, dann kann ich für die einzelnen Punkte Strategien ausarbeiten. Vielleicht in Form von Nah- und Fernzielen.

Danke für eure hilfreichen Antworten

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 3. April 2017, 16:59

Hallo alle zusammen,

Chinaski hat geschrieben:Hallo Luphan,

. Bleibt das Gefühl der Entspanntheit eigentlich immer?


Im Prinzip schon nur das es sich irgendwann normal anfühlt.
Du bemerkst es einfach nicht mehr.


Das klingt gut und gleichzeitig nicht gut... . Was sich normal anfühlt, wird nicht mehr als besonders und helfend mehr wahrgenommen. Oder verstehe ich das falsch?

Chinaski hat geschrieben:Ich bin ein Befürworter einer hochdosierten Baclofen Therapie.
Dort merkst du beim hochdosieren auch nicht wann der Punkt der Erhaltungsdosis erreicht ist.
Diesen findet man erst beim abdosieren.
Ich finde bei dieser Therapie Form findet man leichter seine Erhaltungsdosis da man an das Medikament gewöhnt ist und besser spürt ab welcher Dosierung das Craving wieder einsetzt.


Deine Worte beruhigen mich. Dennoch frage ich mal andersherum:

Ab welchen Zeitpunkt weiß ich dann, dass ich abdosieren muss?

Sorry für mein doofen Fragen aber für mich ist noch vieles Neuland und bin über jeden Tipp und Erfahrungen von euch dankbar.

Dr. Strom hat geschrieben:
Luphan hat geschrieben:Was wäre denn, wenn ich bereits jetzt mit 40 mg schon kein Craving mehr habe? Aber aus Angst / Gewohnheit den Alkohol nicht lassen kann?


Dr. Strom hat geschrieben:Für mich ist der Tag im Moment immer nur dann vollständig, wenn am Ende des Tages mindestens ein Glas Bier getrunken wurde. Diese Gewohnheit steht scheinbar auf der gleichen Stufe, wie Zähneputzen, oder vor dem zu Bett gehen die Armbanduhr abzulegen. Ohne diese Handlungen ist der Tag nicht abgeschlossen.
Gegen die Handlungszwänge der Gewohneit scheint mir Baclofen nicht anzukommen. Ich baue hierbei auf den Faktor Zeit, Zeit in Monaten gerechnet.


Wenn ich irgendwann mal am Abend nur ein bis zwei Weingläser trinken würde, dann wäre ich beim meinem Ziel angekommen sein. Völlige Abstinenz will ich jetzt und in Zukunft nicht erreichen. Aber du hast es gut beschrieben, die Gewohnheit scheint zur Zeit nicht zu überwinden zu sein. Den Faktor Zeit werde ich bei meinen Zielen mehr berücksichtigen.

Lucidare hat geschrieben:Und gib' Dir bitte selbst die Zeit, die notwendig ist. Wenn Du z.B. 10 Jahre zuviel getrunken hast, sind das 520 Wochen. Davon 8 Wochen sind nach Adam Riese und Eva Zwerg = 1,538%. Ich denke mal, ein paar Prozent mehr kannst Du Dir locker zugestehen.


Trotzdem werde ich versuchen die Gewohnheit langsam zu durchbrechen!

Bis Sonntag werde ich mir einige auf mich zugeschnittene Überlegungen zu dem Thema machen. Was sind Trigger, "warum und wozu" trinke ich. Wenn ich mir dann eine Liste erstellt habe, dann kann ich für die einzelnen Punkte Strategien ausarbeiten. Vielleicht in Form von Nah- und Fernzielen.

Danke für eure hilfreichen Antworten

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Chinaski
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Chinaski » 3. April 2017, 18:24

Hallo Luphan,

. . Was sich normal anfühlt, wird nicht mehr als besonders und helfend mehr wahrgenommen. Oder verstehe ich das falsch?


Wenn es gut läuft brauchst dieses Gefühl der Hilfe nicht mehr.
Deine Biochemie hat sich dann schon soweit verändert das es sich normal anfühlt.
Als wäre es schon immer so gewesen.
Aber das ist ein schleichender Prozess den du erst rückblickend bemerkst und bewerten kannst.

.
Ab welchen Zeitpunkt weiß ich dann, dass ich abdosieren muss?


Bei der hoch dosierten Baclofen Therapie achten man beim hoch dosieren nicht auf den Moment der Erhaltungsdosis.
Man dosiert soweit hoch (Ich = 275mg) bis es aufgrund der Nebenwirkungen nicht mehr höher geht und auch beim geringen abdosieren die Nebenwirkungen nicht mehr verschwinden.
Ist dieser Punkt erreicht dosiert man langsam wieder ab bis das Craving wieder beginnt.
Dann erhöht man wieder leicht bis das Craving verschwindet.
Das ist dann die Erhaltungsdosis!
Klingt kompliziert ist es aber eigentlich nicht.

Gruß...
Chinaski

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Lucidare
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 4. April 2017, 11:15

Hi Luphan,

Luphan hat geschrieben:Das "noch nicht" und die Ursachen dafür machen mir wie bereits in einem anderen Post beschrieben Angst.


Ziehe doch erst einmal Bilanz. Du hast Deine Trinkmenge um 50% reduziert und bist noch nicht einmal drei Wochen dabei. Nun kommt der nächste Schritt der lautet, versuchen die Trinkmenge weiter zu reduzieren um im gleichen Zug weiter aufdosieren. Fasse das bitte nicht in ein starres Korsett. Ob Erkältung oder Beinbruch, der Heilungsverlauf ist nun mal individuell. Es käme keiner auf die Idee, mit 40 Fieber bei 20 Grad minus im T-Shirt stundenlang draussen rumzulaufen oder mit einem Gips an einem 1000m Lauf teilzunehmen. Sicher ist man wegen der Krankheiten ungeduldig und vielleicht schlecht gelaunt, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass es dadurch nicht schneller geht.

Bei diesem Gedanken überfällt mich grade wirklich die Panik. Angst das es doch nichts wird da ich zu süchtig bin...


Entwickele bitte keine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Gib dem Alkohol bitte nicht so viel Raum. Ich weiß, das klingt paradox. Meist kreist der Sprit um einen und ab einem gewissen Zeitpunkt fängt man um den Sprit zu kreisen. Erst selbst, die Beschaffung und hoffentlich merkt keiner was. Dann fängt der Partner, Familie, Job, Freunde, Führerschein und so weiter, an mitzukreisen. Ich will Dich jetzt nicht auffordern, dass Denken einzustellen. Lasse im ersten Schritt den Alkohol wieder anfangen um Dich zu kreisen.

Meine Frau, meine Mutter, mein Stiefvater und ich waren Freitag nach Feierabend in einem Kaffee und ich hatte keinerlei Craving. Das war ein wirklich sehr schönes Gefühl. Wäre früher nie passiert, denn um diese Uhrzeit hätte ich wegen Craving nie zu einem Treffen um diese Uhrzeit zugestimmt. Ihr könnt sicherlich nachvollziehen wie stolz ich war und wie toll diese Erfahrung für mich ist.


Genau das meine ich damit. Du entscheidest wieder. Kein "hab' ich noch was da" oder "wo krieg ich jetzt was her" und "wie komm ich am schnellsten nach Hause" mehr. Freiheit die ich meine.

Wenn ich irgendwann mal am Abend nur ein bis zwei Weingläser trinken würde, dann wäre ich beim meinem Ziel angekommen sein. Völlige Abstinenz will ich jetzt und in Zukunft nicht erreichen.


Kaufleute arbeiten nach dem Prinzip, mit dem geringstmöglichen Aufwand den größtmöglichen Ertrag zu erzielen. An dieser Stelle würde ich sagen, Du machst jetzt schon Sonderangebote ohne es mit dem Normalpreis zu versuchen. Der Gedanke, ohne Alkohol auskommen zu müssen, ist für manche unvorstellbar. War es für mich auch.

Chinaski hat geschrieben:Du musst den Kumpel im geiste raus schmeißen.


An diesen "Ritualen" haftet ja ein Hintergrund. Ich habe einen stressigen Tag, der Chef ist doof und abends kippe ich mir was in die Birne und alles ist gut. Ich nehme meinem Gehirn hier viel Arbeit ab, nämlich sich mit der Situation auseinanderzusetzen und entsprechende Lösungsstrategien zu finden und Entscheidungen zu treffen. Man stellt dann wirklich das Denken ein. Das findet das Gehirn natürlich bequem und wenn jetzt der Alk fehlt muss es plötzlich wieder anfangen zu arbeiten und das ist anfangs nicht immer angenehm. Ich wünsche jedem, das das Modell des kontrollierten Trinkens funktioniert und sicher ist es ein Erfolg, seine Trinkmengen um 80, 90 oder 95% zu reduzieren. Wenn ich die verbliebenen 20,10 oder 5% allerdings weiterhin dazu nutze um runterzukommen, muss ich mir darüber bewusst sein, dass ich sehr hart am Wind segele.

Ich habe eine entfernete Bekannte, deren Mann Anfang letzten Jahres schwer erkrankt ist. Dann starb die Mutter, dann der Vater. Obendrauf hat sie auch noch Ihren Halbtagsjob verloren, weil Ihre Firma schlichtweg pleite gemacht hat. Sie würde aber nie auf die Idee kommen, das ganze im Alkohol zu ertränken weil Sie überzeugte Antialkoholikerin ist. Es ist für sie keine Alternative, weil sie es nie "gelernt" hat. Strategisch sieht es postiv, weil sie im Moment mehr Zeit hat, sich um Ihren Mann zu kümmern. Arbeitstechnisch ergibt sich schon wieder was, sagt sie. Und ich wette, mit dieser selbst ausgestellten positiven Zukunftsprognose wird das auch so kommen.

Also, nicht so einen Kopf machen. Das Steuer übernehmen und das Baclofen die Arbeit machen lassen. Jede Unterstüzung wird das Medikament willkommen heißen.

LG
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Wer aus meinen Texten nicht herauslesen kann, dass ich aus persönlicher Erfahrung schreibe, wird mich sowieso missverstehen. Ronja von Rönne

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 6. April 2017, 17:58

Danke für eure Antworten,

werde am WE dazu schreiben und mein Tagebuch fortführen. War heute das erste Mal bei meinem Hausarzt seit der Verschreibung von Baclofen. Dazu werde ich auch mehr schreiben...

Kleine Zwischenfrage bis zum WE. Kann Baclofen kleine Pupillen verursachen? Heute morgen hatte ich meine Dosissteigerung auf 50 mg gehabt und meine Frau hat mich auf der Arbeit darauf hingewiesen. Ein Blick in den Spiegel bestätigte das und jetzt kurz vor 18 Uhr immer noch.

Gruß

Luphan
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Chinaski » 6. April 2017, 18:26

Hallo Luphan,

Kann Baclofen kleine Pupillen verursachen?


Das kann gut sein das dies vom Baclofen kommt.
Die Akkommodation deines Auges reagiert nicht mehr so schnell durch Baclofen.
Es kann auch zeitweise zu Sehstörungen kommen.
Alles was nah ist z.B. beim lesen ist verschwommen.

Schau mal hier unter Nebenwirkungen:

http://m.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Baclofen-ratiopharm-25-mg-Tabletten-1466309.html

Das vergeht aber auch nach einer Zeit der Gewöhnung.
Nichts schlimmes...du musst dir keine Sorgen machen.

Gruß...
Chinaski

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 9. April 2017, 14:07

Hallo alle zusammen,

Lucidare hat geschrieben:Ziehe doch erst einmal Bilanz. Du hast Deine Trinkmenge um 50% reduziert und bist noch nicht einmal drei Wochen dabei. Nun kommt der nächste Schritt der lautet, versuchen die Trinkmenge weiter zu reduzieren um im gleichen Zug weiter aufdosieren. Fasse das bitte nicht in ein starres Korsett. Ob Erkältung oder Beinbruch, der Heilungsverlauf ist nun mal individuell. Es käme keiner auf die Idee, mit 40 Fieber bei 20 Grad minus im T-Shirt stundenlang draussen rumzulaufen oder mit einem Gips an einem 1000m Lauf teilzunehmen. Sicher ist man wegen der Krankheiten ungeduldig und vielleicht schlecht gelaunt, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass es dadurch nicht schneller geht.


Du bringst es genau auf den Punkt. Heute ist mein 22. Tag mit Baclofen und ich sollte mich mehr an der positiven Wirkung erfreuen, statt viel zu schnell zu viel zu erwarten. Es wird eben länger dauern und das ist OK. Also mehr "GGG".

Chinaski hat geschrieben:Das kann gut sein das dies vom Baclofen kommt.
Die Akkommodation deines Auges reagiert nicht mehr so schnell durch Baclofen.
Es kann auch zeitweise zu Sehstörungen kommen.
Alles was nah ist z.B. beim lesen ist verschwommen.


Dann bin ich mal beruhigt. Sieht einfach nur "gruselig" aus und will nicht das jemand denkt, ich bin auf Drogen. Stelle mit einfach mal eine Polizeikontrolle vor. Wie soll ich das nur erklären... . Soll ich mir vorsichtshalber vom Arzt eine Bescheinigung für Baclofen ausstellen lassen oder ist das übertireben?

Grafik 1 von Papfl:

Bild

Grafik 2 von Papfl:

Bild

Bevor ich Baclofen eingenommen habe konnte ich mir nur anhand der Grafiken vorstellen, wie der Baclofenspiegel sich am Tag aufbaut und abbaut. Jetzt aber kann ich das am eigenen Körper spüren! und evtl. schon auf mich angepasst einstellen.

Ich nehme Baclofen zu anderen Zeiten nach Leitfaden ein:


    - 08 Uhr Einnahme, 12 Uhr Einnahme, 16 Uhr Einnahme und 20 Uhr Einnahme

Damit ist das Wirkungsniveau bei mir um zwei Stunden nach vorne versetzt und meinen Cravingzeiten besser angepasst. Craving bei mir ist ca. von 16 Uhr bis 20 Uhr. Dann liege ich mit den Einnahmezeiten nach Leitfaden unter Berücksichtigung meiner Cravingzeiten doch sehr gut oder?

Es geht mir dabei um eine optimale Anpassung der Einnahmezeiten an mein Craving. Nicht das ich da vielleicht falsch liegen könnte.

Gruß

Luphan
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 9. April 2017, 14:29

Hi Luphan,

Luphan hat geschrieben:Heute ist mein 22. Tag mit Baclofen und ich sollte mich mehr an der positiven Wirkung erfreuen, statt viel zu schnell zu viel zu erwarten. Es wird eben länger dauern und das ist OK. Also mehr "GGG".


Die Botschaft hör' ich wohl... [mocking]

Damit ist das Wirkungsniveau bei mir um zwei Stunden nach vorne versetzt und meinen Cravingzeiten besser angepasst. Craving bei mir ist ca. von 16 Uhr bis 20 Uhr. Dann liege ich mit den Einnahmezeiten nach Leitfaden unter Berücksichtigung meiner Cravingzeiten doch sehr gut oder?


Die "Verarbeitung" des Medikamentes ist für jeden individuell. Leider ist die Findung der passenenden Dosierung ein bisschen lernen durch "Versuch, Irrtum und Erfolg". Von der Sache hört es sich sinnvoll an. Also versuchen und schauen was passiert. Wenn Du mehr Erfahrungen gesammelt hast, kannst Du es auch mit einer "Notfalldosis" in Höhe von einer halben oder ganzen Einzeldosis probieren um dem akuten Craving beizukommen.

Stelle mit einfach mal eine Polizeikontrolle vor. Wie soll ich das nur erklären... . Soll ich mir vorsichtshalber vom Arzt eine Bescheinigung für Baclofen ausstellen lassen oder ist das übertireben?


Das ist ja mal wieder ein Thema. [cool] Eigentlich etwas für spezialisierte Rechtsanwälte. Normal hat man sich an den Beipackzettel zu halten, denke ich. Was ist, wenn ich mit meinem Fahrstil "auffalle" und deswegen angehalten werde und drücke denen dann eine Bescheinigung in die Hand, dass ich ein Medikament nehme? Sicher spielt hier die Eigenverantwortung eine Rolle, d.h. kann ich just in diesem Moment fahren. Baclofen findet man nur im Blut, wenn man gezielt danach sucht. Was ist aber, wenn ich gezielt danach gefragt werde? Schwieriges Thema, was ich nicht beantworten kann.

LG
In Memorien...

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 9. April 2017, 14:43

Ich habe eben nochmal gegrübelt...

Es gibt ja, rein spekulativ, keine "Höchstgrenze" für Baclofen wie beim Alkohol oder ein grundsätzliches Verbot zum Fahren wie beim Canabis z.B.. Also müsste man mir, rein spekulativ, nachweisen, dass das Medikament meine Fahrtüchtigkeit einschränkt.

Vielleicht gibt es hier jemanden, der die Frage beantworten kann. Wenn nicht, muss ich mich mal schlau fragen.

LG
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 9. April 2017, 15:02

Hallo alle zusammen,

heute schreibe ich eine Zusammenfassung der letzte Tage und berichte euch von meinem ersten Arztbesuch nach der Verschreibung von Baclofen.

Seit Donnerstag den 06.04.17 bin ich bei 50 mg Baclofen am Tag angekommen.Die 50 mg haben es aber in sich:


    - Kleine Pupillen
    - Ca. 30 Minuten nach der 8 Uhr Einnahme "leicht "breit" für 30 Minuten
    - Ca. 30 Minuten nach der 12 Uhr Einnahme leicht "Breit" für 60 Minuten
    - Ca. 30 Minuten nach der 16 Uhr Einnahme ziemlich "breit" bis 20 Uhr
    - Einnahme um 20 Uhr alles OK

Bis auf dieses Gefühl "breit" zu sein und kleine Pupillen habe ich keine Nebenwirkungen mehr. Insgesamt kann ich damit gut leben und das Gefühl "breit" zu sein ist nicht in dem Sinne wie bei Drogen. Es ist ein sehr entspanntes Gefühl! Scheinbar hat sich mein Körper gut auf Baclofen eingestellt und ich werde weiter nach Leitfaden nach oben dosieren.

Trinkmenge ist bis vorgestern noch immer ein Liter Wein gewesen. Gestern war es ein Glas weniger. Ein kleiner Fortschritt!

Wobei ich da noch eine Frage hätte:

Kann es sein, dass bei einer Dosissteigerung sich nicht gleich am ersten Tag die Auswirkung zeigt, sondern am nächsten oder übernächsten Tag? Das sich der Erhöhte Spiegel erst aufbauen muss?

Seit Donnerstag den 06.04.17 bin ich bei 50 mg Baclofen am Tag angekommen und war morgens nach der 8 Uhr Einnahme um 8:40 bei meinem Arzt. Das war das erste Treffen seit dem er mir Baclofen verschrieben hat und ich habe mich gut darauf vorbereitet. Nur etwas "breit" habe ich mich bei ihn gefühlt und war ziemlich gut gelaunt, seht entspannt und redselig.

Ich habe zu Hause alle Einnahmezeiten und Dosissteigerungen in Tabellenform + Wirkung und Nebenwirkung ausgedruckt und bin alles mit ihn gemeinsam durchgegangen. Habe ihn von den ganzen positiven Effekten wie Entspanntheit, fester Stuhlgang, weniger gerötetes Gesicht und vor allem mehr Selbstbestimmtheit erzählt. Er wirkte irgendwie erleichtert und zufrieden. Bin ja auch sein erster Patient, den er mit Baclofen behandelt. Insgesamt verlief das Gespräch gut und er war mit der Reduzierung des Weins um 50% zufrieden und will die Baclofen-Therapie mit mir fortführen.

Dennoch hatte er etwas zu bemängeln:

    - Er hat das Gefühl, ich verlasse mich zu sehr auf Baclofen
    - Es muss mehr Willensstärke von meiner Seite kommen
    - 1/2 Jahr bis 1 Jahr sollte ich bei null Alkohol ankommen

Habe ihn natürlich erklärt, dass ich das Medikament 19 Tage einnehme und das erst der Anfang für mich ist. Es war doch erstmal ein Testlauf, ob das Medikament Wirkung zeigt. Ich hätte auch kein Problem Baclofen mein ganzes Leben lang einzunehmen, wenn es mir doch so gut hilft. Nun ja, wie ich schon beschrieben habe, will er das nicht so ganz. Höchstens ein Jahr und dann sollte Baclofen + meine Eigeninitiative eine Reduzierung auf Null bringen. Das ich einen moderaten Konsum anstrebe habe ich dann nicht mehr gesagt.

Ehrlich gesagt mache ich mir jetzt etwas Sorgen. Will er irgendwann die Therapie beenden, wenn ich nicht auf "Null" komme oder macht er etwas Druck weil er das als Arzt muss... . Für das nächste oder die nächsten Termine würden mir da die Argumentationsbasis für eine Langzeittherapie fehlen.

    - Hat jemand mit seinem Arzt ähnliche Erfahrungen gemacht?
    - Wie habt ihr Argumentiert?

Ich mein, eine gewisse Willenskraft gehört auf jeden Fall dazu, aber wenn ich jemanden das Medikament als Arzt verwehren würde, die Person aber ihren Alkoholkonsum um 50% reduziert hat und an Lebensqualität gewonnen hat, dann spricht doch nichts über eine lebenslange Therapie. Ich spreche jetzt grade ich nicht von mir. Soll einfach nur ein Beispiel sein. Jemand hat Leberzirrhose und kurze Lebenserwartung wenn der Alkohol nicht stark reduziert wird, Baclofen hilft, dann ist das doch OK.

Weiterhin fragte ich ihn nach 3000 mg Baclofen. Beim Aufdosieren nach Leitfaden würde die von ihn vorgeschlagenen 2000 mg nicht ausreichen. Drei Päckchen wollte er mir nicht verschreiben, wenn sie nicht reichen, dann soll ich bei ihn anrufen und nach Rezept fragen. Ich frage mich echt warum?

Hier ist mein Einnahmeplan nach Leitfaden:

Bis zum 15.05.17 reicht meine alte Packung Baclofen noch.

16.04.17 - 20.04.17 = 70 mg x 5 Tage = 350 mg

16 = 70 mg
17 = 70 mg
18 = 70 mg
19 = 70 mg
20 = 70 mg

21.04.17 - 25.04.17 = 80 mg x 5 Tage = 400 mg

21 = 80 mg
22 = 80 mg
23 = 80 mg
24 = 80 mg
25 = 80 mg

26.04.17 - 30.04.17 = 90 mg x 5 Tage = 450 mg

26 = 90 mg
27 = 90 mg
28 = 90 mg
29 = 90 mg
30 = 90 mg

01.05.17 - 05.05.17 = 100 mg x 5 Tage = 500 mg

01 = 100 mg
02 = 100 mg
03 = 100 mg
04 = 100 mg
05 = 100 mg

06.05.17 - 10.05.17 = 120 mg x 5 Tage = 600 mg

06 = 120 mg
07 = 120 mg Am 07.05.17 Baclofen ist alle!!! Am 01.05.17 Dr. anrufen Rezept Baclofen 10 mg 100 Stück!!!
08 = 120 mg
09 = 120 mg Ab 09.05.17 2x Baclofen 25 mg verschreiben lassen!!!
10 = 120 mg

11.05.17 - 15.05.17 = 140 mg x 5 Tage = 700 mg

11 = 140 mg
12 = 140 mg
13 = 140 mg
14 = 140 mg
15 = 140 mg

16.05.17 - 20.05.17 = 160 mg x 5 Tage = 800 mg

16 = 160 mg
17 = 160 mg
18 = 160 mg
19 = 160 mg
20 = 160 mg

21.05.17 - 25.05.17 = 180 mg x 5 Tage = 900 mg

21 = 180 mg
22 = 180 mg
23 = 180 mg
24 = 180 mg
25 = 180 mg

26.05.17 - 30.05.17 = 200 mg x 5 Tage = 1000 mg

26 = 200 mg
27 = 200 mg
28 = 200 mg
29 = 200 mg
30 = 200 mg

Letztendlich werde ich auf Baclofen 25 mg umsteigen. Bin mir nur nicht sicher ab wann ich wirklich umsteigen sollte. Der Leitfaden mit 25 mg ist anderes aufgebaut und ich werde entweder unter oder über meiner Tagesdosis mit 10 mg beim Wechseln liegen. Wie habt ihr das gehandhabt?

Sorry für so viel Text und wünsche euch allen einen schönen Sonntag

Luphan
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Chinaski » 9. April 2017, 16:05

Hallo ludicare,

. Also müsste man mir, rein spekulativ, nachweisen, dass das Medikament meine Fahrtüchtigkeit einschränkt.


Das ist wahrscheinlich so wie wenn du mit Badeschlappen Auto fährst.
Solange du keinen Unfall baust ist alles OK.

Gruß...
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 9. April 2017, 16:25

Hallo Chinanski uns Lucidare,

an die Folgen z.B über rote Ampel fahren und von Polizei erwischt werden, die habe ich eigentlich nicht gemeint. Es ging mir mehr darum angehalten zu werden und die veränderten Pupillen werden gesehen. Wobei das eine schließt ja das Andere nicht aus.

Das Beispiel mit den Badeschlappen ist aber gut! Kann mir das bei Baclofen auch gut vorstellen.
"Es ist einfach Feeling pur, ich will die negativen Gedanken vertreiben, wie Schmutz um es als Vergleich von mir wegstreichen. Muss die Stimme dämpfen, diesen Text beenden und euch bitten nicht nach jedem Satz Kritik an mich persönlich zu wenden."

Mein Tagebuch: => Luphan und sein Weg mit Baclofen =<

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Chinaski » 9. April 2017, 19:13

Hallo Luphan,

. Es ging mir mehr darum angehalten zu werden und die veränderten Pupillen werden gesehen.


Wenn du nicht aus versehen Drogen konsumiert hast du dich nicht auffällig verhälst unf der eventuelle Drogen Test negativ ist...gibt es ja keine Grundlage von dir irgend etwas zu wollen.
Denke ich zumindest mal.

Gruß...
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Luphan » 10. April 2017, 16:31

Hallo alle zusammen,

würde mich sehr freuen, wenn ihr / jemand auf mein obigen Post noch auf meine Fragen eingehen würde:

- Mein verschreibender Arzt / Argumente / eure Erfahrungen
- Umstieg auf 25 mg Baclofen

Gruß

Luphan

Habe im Forum gelesen und etwas passendes zu mir gefunden:

laggard hat geschrieben:Mein Arzt schreibt immer ganz fleissig auf , wenn ich von Bac/Dosierung Nebenwirkungen erzähle [biggrin]
Allerdings konnte ich ihn auch durch meine Leberwerte überzeugen , das es funktioniert
Seitdem läuft die Verschreibung problemlos .


Meiner schreibt auch mit, [biggrin] . Nach einer Reduzierung des Weins auf 50%, hoffe ich das meine Leberwerte auch gesunken sind nach 22 Tagen. Werde die Ergebnisse diese Woche telefonisch erhalten.
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon laggard » 10. April 2017, 18:21

Hallo Luphan ,
ohne med Hintergrund und als User , der schon viel Scheiss mit Bac gemacht hat , versuche ich dir mal deine Fragen zu beantworten

Was mir auffällt , ist deine Planung nach Leitfaden bzgl der Bac-Einnahme
Hier würde ich mir gar keinen Stress machen

Die Bac Dosis ist und bleibt individuell

Ab 100 mg aufwärts krümmt sich bei vielen Usern der Haken
Es tut sich was
Lieber langsamer aufdosieren .....ein paar Tage länger warten
Ich bin mir sicher , das ich heute eine viel kleinere Dosis benötigen würde , wenn ich langsamer aufdosiert hätte
Also wären wir wieder bei GGG
Hab jetzt nicht so alles von dir gelesen , aber ich glaube , du trinkst täglich , bist also der perfekte Kanidat [mocking] für Bac
Das wird schon doppd

Luphan hat geschrieben:Kann es sein, dass bei einer Dosissteigerung sich nicht gleich am ersten Tag die Auswirkung zeigt, sondern am nächsten oder übernächsten Tag? Das sich der Erhöhte Spiegel erst aufbauen muss?

Ja , wir sprechen hier von einem Delay von 2-3 Tage
Das ist auch der Grund , weshalb neue User schnell überdosieren = kontraproduktiv (bei mir ist die Reaktion darauf ein gieriges Trinken /2 Fl Bier auf Ex zum Warmwerden /vollkommen unnormal )
Wirft dich nur zurück !!!
Luphan hat geschrieben:ennoch hatte er etwas zu bemängeln:

- Er hat das Gefühl, ich verlasse mich zu sehr auf Baclofen
- Es muss mehr Willensstärke von meiner Seite kommen
- 1/2 Jahr bis 1 Jahr sollte ich bei null Alkohol ankommen


Woher will er das wissen ?? [pardon]
Hört sich nach klassischer Suchtbehandlung an

Luphan hat geschrieben:Ehrlich gesagt mache ich mir jetzt etwas Sorgen. Will er irgendwann die Therapie beenden, wenn ich nicht auf "Null" komme oder macht er etwas Druck weil er das als Arzt muss... . Für das nächste oder die nächsten Termine würden mir da die Argumentationsbasis für eine Langzeittherapie fehlen.


Ich würde mir da gar kein Druck machen lassen , denn Druck ist jetzt das Letzte, was du gebrauchen kannst
Es gibt da keinen Zeitplan , den es einzuhalten gilt
Oder mein Lieblingssatz :An der Haltestelle "Ausstieg Sucht " hängt kein Fahrplan
Zur Not Arzt wechseln (wenn allles andere nicht funktioniert)!!!!

Vlt kannst du ja mal wiederholen , was er genau gesagt hat
Argumente für Baclofen gibt es genug ...ich überlege mir dann mal was
Bin ja mal gespannt auf deine Leberwerte

Muss nochmal los

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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 10. April 2017, 19:04

Hallo Luphan,

würde mich sehr freuen, wenn ihr / jemand auf mein obigen Post noch auf meine Fragen eingehen würde:


Gemach, gemach.

Kann es sein, dass bei einer Dosissteigerung sich nicht gleich am ersten Tag die Auswirkung zeigt, sondern am nächsten oder übernächsten Tag? Das sich der Erhöhte Spiegel erst aufbauen muss?


Sinngemäß ja. Da die Biochemie sehr unterschiedlich arbeitet ist dieses auch individuell. Es gibt Berichte über eine Zeitverzögerung von drei Tagen und wiederum auch welche, in denen von einer "sofortigen Wirkung" gesprochen wird. Ich denke, das kann man so genau nicht festmachen.

Dennoch hatte er etwas zu bemängeln:

    - Er hat das Gefühl, ich verlasse mich zu sehr auf Baclofen
    - Es muss mehr Willensstärke von meiner Seite kommen
    - 1/2 Jahr bis 1 Jahr sollte ich bei null Alkohol ankommen


Er fordert mehr Eigeninitiative, was auch verständlich ist. Ein fester Wille führt eben zu schnellerem Erfolg. Auch die temporäre Vorgabe kann man als durchaus realistisch bezeichnen. Nimm es als zusätzliche Motivation. :wink:

Höchstens ein Jahr und dann sollte Baclofen + meine Eigeninitiative eine Reduzierung auf Null bringen. Das ich einen moderaten Konsum anstrebe habe ich dann nicht mehr gesagt.


Versuche das mit dem moderaten Konsum gedanklich mal nicht als das Optimum festzulegen. Eine längere Abstinenz hat durchaus seine Vorteile. Arbeite weiter an der Trinkmenge. Es kann durchaus sein, dass Du im Laufe der Therapie erkennst, das die ein oder zwei Gläser Wein auch nicht mehr nötig sind. Ich würde das so in der Form mit dem Arzt auch nicht besprechen. Ich an Seiner Stelle würde das als vermeintliches "Indiz" werten, dass "Dir der Wille fehlt". "Mein erstes Ziel ist, die Trinkmenge weitmöglichst zu reduzieren" hört sich besser an.

Ehrlich gesagt mache ich mir jetzt etwas Sorgen. Will er irgendwann die Therapie beenden, wenn ich nicht auf "Null" komme oder macht er etwas Druck weil er das als Arzt muss... . Für das nächste oder die nächsten Termine würden mir da die Argumentationsbasis für eine Langzeittherapie fehlen.


Ich denke auch hier, Du solltest abwarten. Du hast jetzt nach seiner Aussage noch 11 Monate Zeit. Was ist wenn Du in dieser Zeit Dein Problem gelöst hast und u.U. nur noch eine geringe Erhaltungsdosis oder gar das Baclofen ganz abgesetzt hast? Denke daran, Du bist sein erster "Baclofenkunde". Er sammelt im Moment auch Erfahrungen und möcht auch zu Deinem Wohl auf der sicheren Seite sein. Wenn denn alle Stricke reißen, gibt es ja auch noch die Arzteliste des Forums. Das kannst Du in einem halben oder dreiviertel Jahr mit den dann vorhandenen Parametern besser beurteilen und verhandeln.

    - Hat jemand mit seinem Arzt ähnliche Erfahrungen gemacht?
    - Wie habt ihr Argumentiert?


Nein, ich nicht.

Weiterhin fragte ich ihn nach 3000 mg Baclofen. Beim Aufdosieren nach Leitfaden würde die von ihn vorgeschlagenen 2000 mg nicht ausreichen. Drei Päckchen wollte er mir nicht verschreiben, wenn sie nicht reichen, dann soll ich bei ihn anrufen und nach Rezept fragen. Ich frage mich echt warum?


Ärzte dürfen nicht grenzenlos Mengen eines Medikamentes verschreiben. So nach dem Motto, "So, hier haben sie Ihre Antidepressiva für das kommende Jahr". Das ist rechtlich schon bedenklich, wenn da Unmengen eines Medikamentes in irgendwelchen Privathaushalten rumliegen. Ökonomisch ist es auch nicht das Pralle, da im Falle einer Änderung der Medikation bzw. Heilerfolg oder Ähnlichem das Zeug in die Mülltonne wandert.

Edit 19:20: Die Ärzte kontollieren teilweise auch die die "Disziplin" des Patienten bei der Dosierung. "Sie müssten eigentlich noch welche haben" oder "Sie haben lange keine Rezept mehr bestellt". Ist mir auch schon passiert. [cool]

Ansonsten leistest Du mit Deiner guten Vorbereitung etc. bei Deinem Arzt eine hervorragende Basisarbeit. [good]

Er wirkte irgendwie erleichtert und zufrieden.


Für Deinen Arzt ist das wohl genauso spannend wie für Dich. [mocking]

Trinkmenge ist bis vorgestern noch immer ein Liter Wein gewesen. Gestern war es ein Glas weniger. Ein kleiner Fortschritt!


Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben. good

LG
Zuletzt geändert von Lucidare am 10. April 2017, 19:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 10. April 2017, 19:06

Sorry, Laggard. Hat sich überschnitten. [pardon]
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Re: => Luphan und sein Weg mit Baclofen <=

Beitragvon Lucidare » 10. April 2017, 19:46

Hi Chinaski,

Chinaski hat geschrieben:Das ist wahrscheinlich so wie wenn du mit Badeschlappen Auto fährst.
Solange du keinen Unfall baust ist alles OK.


So ähnlich wir das wohl auslaufen. Ich werde mich trotzdem mal schlau fragen. Das macht mich neugierig.

LG
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