Anna stellt sich vor

Es wird eigentlich erwartet, dass sich Mitglieder vorstellen und ihre Lebensumstände schildern, damit die anderen in Etwa wissen, mit wem sie es zu tun haben und ihm dann auch besser helfen können.
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MarTina
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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon MarTina » 10. Januar 2017, 09:43

Hallo Anna, ich bin Tina und werde auch bald 45 ;-) Interessiert habe ich deinen ganzen Bericht inklusiver der Antworten gelesen. Irgendwie war das für mich, als würde ich in einen Spiegel schauen. Mein Verlauf war ähnlich und bisher leider noch nicht erfolgreich. Wie bei dir stellt sich für mich eher die Frage am Abend. Im Laufe des Tages verspüre ich überhaupt keinen Bedarf irgend etwas anderes als Tee, Wasser oder Kaffee zu trinken. Im Büro bin ich gut mit Arbeit zugedeckt, wenn ich zum Sport gehe beschäftigt. Treffe ich mich mit Freunden, muss ich nicht mal unbedingt etwas trinken, da kann ich auch zusehen. Wenn ich dann nach Hause kommen, die Wohnung geputzt ist, eingekauft, Wäsche etc. - dann kommt`s!!! Und was nun? Es mir Gemütlich machen, Badewanne, Kerzen, Lesen, mache ich auch alles gerne, dazu gab es aber immer gemütlich ein Glas Wein, dann zwei und eigentlich war es dann immer eine Flasche.
Jetzt habe ich mir noch so meine Gedanken gemacht und versuche meine innere Unruhe, die pünktlich dann losgeht, wenn ich die Wohnungstür aufschließe, los zu bekommen. Ich versuche es mal mit 5-HTP. Das soll Stimmungsaufhellend wirken und Angstzustände lösen. Da das Präparat rein pflanzlich ist, wäre das vielleicht eine Variante um ruhig in den Schlaf zu kommen ohne eine Flasche Wein zu trinken.
Anna, auf jeden Fall würde ich mich freuen, wenn wir uns ein wenig austauschen können.
Ich habe am heute neu gestartet und dosiere jetzt 25mg - 12,5mg - 12,5mg - 25mg. Wenn ich die 5-HTP Kapseln habe, würde ich morgen eine 500mg Kapsel zusätzlich einnehmen. 5 HTP ist für mich der Ersatzversuch für Lorizipam (das habe ich jetzt abgesetzt - mir zu gefährlich)
Würde mich freuen, etwas zu lesen.
Grüße aus Thüringen, Tina

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miva
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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon miva » 10. Januar 2017, 16:30

Hallo Tina,
mit 5 HTP und ähnlichen NEMs experimentiere ich jetzt schon eine Weile rum. Es scheint nicht jedem zu helfen, manche verneinen sogar, dass es überhaupt helfen kann. Ich nehme es gegen die dunklen Geister (Depressionen, aber das Wort mag ich nicht), die mich ab und zu schlimm heimsuchen. Und mir hilft es, nicht immer, aber meistens.
500 mg habe ich noch nie genommen, maximal 200, mal 2x100, mal 4 x 50, ganz nach Gefühl oder wie daran denke.
Bei mir wirkt es am besten - manchmal gibt es sogar einen deutlich spürbaren Kick -wenn ich nüchtern bin, also mindestens 2-3 Stunden nichts gegessen habe. Frühestens ein halbe Stunde nach Einnahme esse ich wieder was.
Mich entspannt der Wirkstoff, ohne mich zu lähmen, und meine Stimmung hebt sich deutlich. Jedenfalls meistens.
Ich habe sehr viel im Internet recherchiert, es gibt ja einige Fragezeichen bzgl. 5 HTP, aber da ich kein Antidepressivum mehr nehmen wollte, war es mir einen Versuch wert.
Ich nehme es auch nicht durchgehend, sondern mache immer mal wieder auch längere Pausen .
Deine Angst vor Lorizipam verstehe ich sehr gut. Ich war zwar nicht wirklich schlimm abhängig von Benzos oder ähnlichem, aber es ging gefährlich in die Richtung.
Die ersten paar Stunden nach der Einnahme ist die Wirkung super, kann ich nicht anders sagen. Vor allem in Verbindung mit Alkohol beamte es mich raus aus dem Schwarz. Ab dem nächsten Tag, so 3-4 Uhr, zahle ich dann den hohen Preis, vor allem wenn ich die Nummer mehrere Tage hintereinander durchziehe, dann hock ich im Psychokeller und komme gar nicht mehr ans Licht.
Deswegen nehme ich es jetzt nur noch, wenn es ganz hart kommt.

Ich wünsche Dir (und mir) viel Glück beim neuen Start mit Bac und bin gespannt, was du zu 5HTP sagst.

Es geht weiter!
Miva

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon miva » 10. Januar 2017, 16:49

... seit ich wieder Baclofen nehme, lasse ich 5 HTP weg. Bac wirkt bei mir stimmungsaufhellend, fast euphorisierend, zumindest in der Anfangszeit, ist diesmal auch wieder so. Ich genieße es [blum]

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon miva » 10. Januar 2017, 16:54

@Anna,
sorry, dass ich damit in deinen Thread reingrätsche.
DIR NATÜRLICH AUCH ALLES GUTE, DASS ES HILFT UND ÜBERHAUPT!
Jetzt verschwinde ich fix von DEINER Bildfläche [hi_bye]

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 10. Januar 2017, 20:44

Hallo,
es sind nun 10 Tage ohne Alkohol rum und ich habe den Verdacht, daß Baclofen ganz ohne Alkohol noch viel besser hilft. Ich habe nach Tagen der Nüchternheit von vorn angefangen.Es fehlt mir nichts. Ich bin erst bei 20 mg und ich bleibe erstmal dabei, bis ich Trinkwunsch verspüre. Ohne Alkohol fühle ich mich viel freier und handlungsfähiger. Ich bin zwar im Moment oft müde, aber dafür kann ich nachts auch sehr gut schlafen.
Es lohnt sich tatsächlich, es mal zu probieren. Es ist ja nicht meine erste alkoholfreie Runde, aber das macht es aus. Ich habe Vergleiche und ich blicke auf viele schöne Momente ohne Alkohol. Macht Spaß und stolz.
Alles Liebe Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon DonQuixote » 10. Januar 2017, 21:03

[good] .

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 13. Januar 2017, 08:04

Guten Morgen,
es ist der 13. Tag ohne Alkohol und ich vermisse ihn nicht. ich fühle mich matt und müde, das schreibe ich dem Baclofen zu und auch dem fehlenden Sonnenlicht.? Die Tage überstehe ich so eben und am Abend falle ich meist 21 Uhr müde ins Bett. 10 Stunden Schlaf sind gerade ganz normal.
Wegen dem hohen Blutdruck war ich jetzt doch mal beim Arzt und ich bekomme ein 24 Stunden- Gerät und Laborwerte ausgewertet. Außerdem wird ein Augenarzt die Kapillargefäße hinter dem Auge überprüfen. Dann mal weiter sehen.
Probleme habe ich mit meiner Essstörung (Bulimie), ich esse wenig, um nicht ein Völlegefühl zu verspüren, welches mich zum Erbrechen bringen könnte. Um nicht an Gewicht zu verlieren gibt es viel Nüsse und Mandeln. Die sind sehr energiereich und da braucht man nicht viel. Ich hoffe, das wird sich über die Zeit irgendwie einpendeln.
Lust auf Kontakte nach der Arbeit habe ich gar nicht. Ich muss sehen, wie ich meinen Freundinnen sozialverträglich Treffen absage. Im Moment sind grippale Infekte eine gute Ausrede.
Mein geliebter Sport ist gerade undenkbar.
Jetzt quäle ich mich unter die Dusche. Vielleicht macht mich das etwas frischer.
Liebe Grüße Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 13. Januar 2017, 19:16

Hallo,
ich war heute bei meinem Therapeuten und ich habe das Gefühl, dass ich mich mit ihm nur im Kreis drehe. Da ich leider sehr introvertiert bin und nicht so richtig mit der Sprache raus kann, überlege ich mir gerade, ob es überhaupt Sinn macht, weitere Termine wahrzunehmen. Ich bin total frustriert und vielleicht lasse ich mir einfach Baclofen- Rezepte zusenden und gehe nicht mehr hin. Ich soll mir jetzt überlegen, ob es etwas gibt, wofür ich mich total begeistern könnte, aber da fällt mir gar nichts ein.
Ich kann malen, Sport treiben, Lesen, Pflanzen aufziehen, Freunde treffen, aber wozu soll ich mich total begeistern können?
Ich bin total frustriert und würde mir am Liebsten einen ansaufen.
Vielleicht sieht die Welt morgen schon besser aus.
Alles Liebe, Anna.

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Bine » 13. Januar 2017, 19:43

Hallo Anna,
wollte nur kurz was zu dem zu hohen Blutdruck schreiben.
Als ich das letzte mal zur Entgiftung war, war er bei mir nach 5 Tagen ohne Alkohol auch zu hoch. Im KH haben sie gleich Panik gemacht. Bin danach zum Hausarzt, der dann auch bei mir diese 24Std. Dauermessung gemacht hat. Auffällig war das er auch nachts nicht runter ging. Zu hoch aber noch okay. Ich denke das ist dem Alkoholentzug zuzuschreiben. Er meinte zwar man müsse es beobachten..... naja mit diesem Teil wollte ich dann nicht noch einmal unbedingt einen ganzen Tag und (NACHT ganz schrecklich) rum laufen, hab dann davon auch nichts mehr gesagt und es hat sich im Sande verlaufen. Vor kurzem wurde wieder bei mir Blutdruck gemessen und er war super. Deshalb denke ich, das es mit Alkoholentzug zusammen hängt. Dem Körper, oder dem Kopf fehlt ja was, und der kommt da so schnell nicht mit klar [wacko] .
Wenn es denn nur das ist, damit kann ich leben. Selbstverschuldet [whistle]
Lust auf Kontakte nach der Arbeit habe ich gar nicht. Ich muss sehen, wie ich meinen Freundinnen sozialverträglich Treffen absage.

Gönn dir Ruhe, das sagt dir auch dein Körper, wenn du keine Lust zu nix hast, mach einfach nix, das ändert sich wieder. Du muẞt nicht immer funktionieren !
wie ich meinen Freundinnen sozialverträglich Treffen absage

Is das nötig ? Schlechtes Gewissen is fehl am Platz.
Aus kurz wurde lang [mocking]
Alles Gute für dich
Gruss Bine

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Bine » 13. Januar 2017, 20:00

Hey Anna,
das mit dem ansaufen lass mal lieber, wenn mit dem Therapeuten momentan nicht klar kommst, schreibst eben hier im Forum. Vielleicht verstehen wir dich besser :vic
Lass dich davon nicht runter ziehen, man hat eben manchmal keinen Bock auf nichts.
Vieleicht hatte dein Therapeut ja heute auch keinen Bock auf nix und hat das auf dich umgelenkt.
Guck dir n Pflanzenkatalog an, was du demnächst schon aussäen kannst, muntert dich vielleicht auf, an Frühjahr zu denken.
Dann is man ja eh wieder anders drauf.

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 13. Januar 2017, 21:43

Hallo liebe Bine,
ja, Du hast Recht. Ich werde jetzt öfter hier über meine Gemütsverfassung schreiben.
Im Moment ist es ja nicht so toll und ich bin auch schon wieder so platt, dass ich ins Bett muss. Morgen arbeite ich nochmal. Das ist immer gut und lenkt mich ab.
Liebe Grüße, Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Kunorhaistes » 14. Januar 2017, 06:32

Es ist jetzt genau die richtige Zeit um Chili anzuziehen, ich empfehle Habanero Chocolate, Chili wirkt auch positiv auf die Stimmung.
Morgens Smirnoff, mittags Gorbatschow, abends Korsakow...

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 14. Januar 2017, 13:41

Hi, im Zimmertopf? Ich liebe Chilli. :-) , Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Kunorhaistes » 15. Januar 2017, 01:41

Jetzt vorkeimen lassen, dann im Fensterbankgewächshaus und später in Töpfen weiterziehen. Saatgut und was man so braucht lässt sich im Fachhandel günstig bestellen (Pepperworld usw.).
Morgens Smirnoff, mittags Gorbatschow, abends Korsakow...

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 15. Januar 2017, 01:49

Hi und danke, ich versuche das mal.
Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 15. Januar 2017, 15:22

Hallo,
ein paar Sonntagsgedanken: es geht mir ganz gut und ich habe die Worte von meinem Therapeuten verdaut. Mein Mann leitet eine Firma, die auch meine Firma ist. Zumindest auf Papier. Was, wenn ich mich nun dafür interessieren würde? Tatsächlich ein interessanter Gedanke und ich bin so nah dran wie sonst keiner am Chef :-) . Ich kann, wenn ich es will allen Einblick bekommen. Also ist das vielleicht eine Aufgabe als jeden Abend nur Gedanken an Alkohol oder der Vermeidung desjenigen zu verschwenden? Ich bin nun echt motiviert mich da ran zu wagen. Ganz neue Welt.
Diesen Gedanken muss ich jetzt auch erst mal sacken lassen und verdauen.
Liebe Grüße Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Bine » 15. Januar 2017, 22:38

Hallo Anna,
also ich finde die Idee gar nicht schlecht, wenn da Lust zu hast, mach doch. Aber nicht rein steigern oder Ärgern.
Nur soviel wie dir gefällt. Ablenkung is immer gut.
Gruss Bine

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 17. Januar 2017, 21:17

Absturz,
mir ist grad alles egal. Die Firma meines Mannes ist so weit weg wie der Mars. Ich kann mich da nicht reinfinden, Es ist alles gewachsen ohne mich und auch sonst habe ich nichts gefunden, was mich interessiert. Ich habe schon viel ausprobiert und viel gemacht, aber nichts kann mich länger fesseln. Jetzt bin ich mit meiner Freundin verabredet und damit ich nicht so leicht wegkomme, hat sie einen Tisch reserviert, schlau von ihr.
Ich habe eigentlich alles im Griff, ich meine Haushalt, Haustier und das Arbeitsleben, aber manchmal habe ich das Gefühl, ich gehöre ins betreute Wohnen. Ich denke dann so wie jetzt, es geht nix mehr.
Ich weiß auch, dass ich meinen Mann nicht mehr mit meinen Problemen, die für ihn ja keine sind, mehr belasten kann. Er will und kann mich dann nicht mehr unterstützen. Ich muß es jetzt schaffen vom Alkohol los zu kommen, oder ich weiß auch nicht, wie es weiter gehen soll.
Mit Baclofen habe ich eine super gute Krücke, aber kann ich damit auch weiter gehen als bis jetzt?
Im Moment bin ich ratlos, aber morgen sieht die Welt sicher wieder besser aus.
Euch liebe Grüße Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Bine » 18. Januar 2017, 01:37

Hey Anna,
dir is grad nicht alles egal, sonst hättest du es nicht geschrieben.
Ich kann mich da nicht reinfinden, Es ist alles gewachsen ohne mich und auch sonst habe ich nichts gefunden, was mich interessiert. Ich habe schon viel ausprobiert und viel gemacht, aber nichts kann mich länger fesseln.

Es ist sicher nicht ohne dich gewachsen, du warst da, im Hintergrund. Ohne dich hätte dein Mann es vielleicht gar nicht soweit aufbauen können.
Ich habe eigentlich alles im Griff, ich meine Haushalt, Haustier und das Arbeitsleben, aber manchmal habe ich das Gefühl, ich gehöre ins betreute Wohnen. Ich denke dann so wie jetzt, es geht nix mehr.

Zieh dich nicht so runter, du hast auch deine Aufgaben die du machst/schaffst/erledigst. Du siehst nur nicht mehr was du alles gemacht hast, weil es NORMAL ist, was du machst. Ist es so normal ? Staub zu saugen ? Schränke abzuwischen ? Wäsche waschen ? Spülmaschine ein-ausräumen ? Etc.
Scheint für andere nicht wichtig zu sein, ich war mal 2 Wochen im Krankenhaus und hab, als ich wieder zuhause war gedacht: Aha, Okay, kannste erstmal sauber machen und komplett renovieren. Also seh ich das mittlerweile auch mal anders, kann...., aber muẞ nicht so sauber sein wie ich immer dachte. Man macht es eben, weil man es selber so haben möchte.
Ich weiß auch, dass ich meinen Mann nicht mehr mit meinen Problemen, die für ihn ja keine sind, mehr belasten kann.

Das is n Super Ausspruch, den hier sicher viele teilen können.
Die für ihn ja keine sind !
Nicht mehr ?
Noch nie waren ?
Ich denke wir Alkoholiker wollen irgendwann auch unsere Partner nicht mehr mit "unserem" PROBLEM belasten.
Und sind froh das sie trotz unserem PROBLEM noch bei uns sind.
Und haben uns quasi in der Hand, weil wir ja so dankbar sind, das sie noch da sind, und sind ja so verständnisvoll für "den gefühlten Rest" der Welt, nur für uns nicht !
Letzendlich kommt dabei raus, das sie auch noch bedauert werden von dem "gefühlten Rest der Welt".
Und Morgen sieht der Rest der Welt auch wieder besser aus.
Lass dich nicht runter ziehen von dem R. d. W.
Gruss Bine

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 23. Januar 2017, 20:10

Hallo und Dir liebe Bine vielen Dank für Deine Reflexion. Das hilft mir sehr. Heute habe ich gedacht, Schluß mit den miesen Gedanken, ich lasse mich nicht mehr so runterziehen, bzw. ich tu es ja selbst. Also habe ich den ganzen Tag lustige Musik gehört und auf You Toube aufbauende Videos zum Thema sich selbst motivieren angesehen. Warum klappt es bei mir nicht? Ich bin nun wieder down und habe Freundinnen angerufen, damit wir uns treffen und ich mich ablenken kann.
Bin ich auf einmal tatsächlich depressiv? War ich doch sonst nie. Ich kenne mich selbst nicht mehr. Ich denke, Baclofen hilft auch gegen Depression und mir geht es so?
Oder ist es der Psychologe, der fragt, was mich denn interessieren würde?
Ud ich finde nicht so wirklich was?
Oder er meint, ich sei so angepasst und das macht mir Stress und Angst, es nicht richtig zu machen und es hindert mich am entfalten meiner Persönlichkeit?
Ich bin immer noch ratlos.
Liebe Grüße Anna


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