Anna stellt sich vor

Es wird eigentlich erwartet, dass sich Mitglieder vorstellen und ihre Lebensumstände schildern, damit die anderen in Etwa wissen, mit wem sie es zu tun haben und ihm dann auch besser helfen können.
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laggard
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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon laggard » 8. Juni 2017, 22:13

Hallo Anna
Anna hat geschrieben:Alles Einbildung, um der ernsthaften Veränderung aus dem Weg zu gehen, will ich nicht mehr.

Verrückt , das Leben,oder ?
Es braucht 46 Jahre ,um das zu erkennen :-!?
Und von wegen, nicht aus dem Haus gehen, weil zu fett, ist doch echt lächerlich.

..endlich good
Wir sind ja ungefähr gleich alt
Aber du kannst auch noch 10 Jahre warten , dann bist du wahrscheinlich bei deiner Optimalfigur [biggrin]

Ich ertappe mich immer wieder dabei , Dies oder Jenes auf später zu schieben
Später ? :grbl

Gruss Laggard

Laggard´s Tage mit Alkohol im Juni : 9


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Anna
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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 9. Juni 2017, 05:55

Hi,
klar, ist genau so. Mein Unterbewusstsein wollte mir einen Streich spielen und mich wieder in eine andere Sucht treiben aus Angst vor Veränderung und Verantwortung,
Therapeut fragt, was ist das Gefühl dazu? Ich: wie schwanger.
Mir wird jetzt klar, schwanger von allem Neuen, was nun endlich geboren werden will. Ich will die Aufgabe nun annehmen und das kindliche Verhalten ablegen. Kindliche Wut, die Trinkzwang auslösen. Ich bin doch handlungsfähig und habe Alternativen und ich bin auch nicht allein, so wie ich es immer gefühlt habe. Das war nicht objektiv.
Es ist eben leichter zu sagen, ich trinke, weil ich eben süchtig bin, aber das stimmt ja nun lange nicht mehr.
Ich will nun die Wahrheit erkennen und in Klarheit handeln.
Heute Nacht hatte ich wieder einen Angstanfall vor meiner eigenen Kurage, ich halte das für mein Unterbewusstsein. Es will mich zurückhalten und lieber alles beim Alten lassen. Nein, das läuft nicht mehr. Ich bin jetzt der Herr im Haus.
Ich fühle mich sehr verunsichert, bin aber sicher, genau so geht es und nicht anders.
Yoga und Meditation gleich werden mir helfen, ganz bei mir zu sein.
Sucht will ich nicht mehr, keine. Nicht Bulimie, nicht Alkohol und auch sonst keine.
Ich will gut für mich sorgen.

LG, Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 10. Juni 2017, 02:46

Hi,
der letzte Groschen, so hoffe ich, ist gefallen.
Ich dachte mit 15 tatsächlich. ich sei schwanger. Das ist es. was mich so vor Verantwortung scheuen lässt. Ich war bulimisch. mager und die Periode blieb aus. Das war ein Schock. denn in diesem Zustand konnte ich tatsächlich keine Verantwortung übernehmen. Da begann ich auch zu trinken und zu rauchen.
Das ist der letzte Baustein meines verdrängten Bildes von mir.
Jetzt. wo alles so klar vor mir liegt, kann ich endlich wirklich frei sein. Jetzt fühle ich mich irgendwie erleichtert und entlastet.
Ein unglaubliches Gefühl.
Mein Plan kann jetzt voller Kraft weiter umgesetzt werden, denn die Energie für die Verdrängungsarbeit steht mir nun auch noch zur Verfügung.
Was für eine Erkenntnis.
LG, Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon laggard » 10. Juni 2017, 08:16

Morgen Anna ,
es ist schön , das du erkannt hast, warum du dich in jungen Jahren immer beeinflussen musstest.
good
Diese Aufarbeitungen sind sehr anstrengend und ich kann dich für deine Beharrlichkeit nur bewundern
Jetzt wird der Weg frei
..frei für ein selbstbestimmtes Leben

Gruss

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 10. Juni 2017, 08:27

Ich kann es immer noch nicht fassen, der 9.06.2017 ist mein 2. Geburtstag. Ich habe das komplette "Ich" gefunden, kenne mich nun selbst genau so, wie ich bin und wie alles war. Ich hatte gestern spontan Lust zu feiern und ich saß bei Kerzenschein, gutem Essen mit meinem Mann und einer guten Flasche Wein am Tisch und war in unglaublich romantischer Stimmung. Ich fühlte mich so richtig ganz und heil.
Entgegen meiner Überzeugung hatte ich doch Lust auch ein Glas Wein zu trinken, einfach zum Genuss und nicht aus Zwang heraus. Es blieb auch dabei und ich musste nicht wie sonst weiter trinken.
Das heisst jetzt nicht, das ich wieder trinken will und werde (dazu bin ich mittlerweile viel zu verantwortungsbewußt), aber es musste gestern einfach sein. Einfach zur Feier des Augenblicks der Erkenntnis. Ich war so zufrieden und ruhig in mir.
Ich weiss nun, ich kann die Verantwortung tragen und ich bin nicht allein, wenn ich Hilfe brauche.
Ich packe jetzt alles mit noch mehr Kraft an, mein Weg bis hier, mich in alle Ängste und Gefühle neugierig zu wagen haben sich voll ausgezahlt und gelohnt.
LG, Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon andi » 10. Juni 2017, 21:44

Hallo Anna,

na dann gratuliere ich dir zu deinem "zweiten" Geburtstag.

Doch "richtiger" wäre es, dieses Gefühl ohne das Glas zu erreichen, aber dauert länger

lg
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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 11. Juni 2017, 02:44

Hi,
ein schöner und alkoholfreier Tag war das gestern. Es war herrlichster Sonnenschein und ich war auf einem Geburtstag mit Partyzelt und gutem Essen.
Alles war so toll, und ich konnte es alkoholfrei genießen. Und noch eine neue Erkenntnis kommt dazu:
Heute Nacht fiel mir noch ein, dass ich am Anfang der Baclofen-Therapie begonnen hatte, mir täglich eine Flasche Wein reinzukippen. Das hatte ich vorher nie getan. Soviel hatte ich in meinem Leben ja doch noch nie getrunken. Es gab vorher Abschusstrinken, aber nicht so regelmässig.
Ich habe auch viel lieber Bier getrunken, nur weil ich dann beschlossen hatte, mir diese Menge zuzuführen, habe ich überlegt, dass es mit Wein weniger auf die Figur schlägt. Da wollte ich mich doch tatsächlich schon vor der Verantwortung drücken.
Nein, so läuft das heute nicht mehr, ich will die volle Verantwortung und mein Leben geniessen. Alkoholfrei und ganz klar bei mir.
LG, Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 11. Juni 2017, 05:38

Noch ein kleiner Nachtrag zur Verantwortung. Am Buffet habe ich mehr gegessen als nötig, sah alles so lecker aus. Ich dachte dann, mit einem Glas Wein könnte ich dieses Völlegefühl besser ertragen. Das hätte mir kurzfristig sicher Erleichterung verschafft, aber zusätzliche Alkoholkalorien eingefahren. Das war dann doch nicht nötig und ich bin weiter bei alkoholfrei geblieben. So geht das also.
Ich freue mich jetzt auf mein Morgenyoga.
LG, Anna

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Re: Anna stellt sich vor

Beitragvon Anna » 19. Juni 2017, 06:14

Hi,
es läuft richtig gut bei mir und ich habe Spaß an meiner Verantwortung für mich selbst gefunden und ich will das volle Bewusstsein und die Kontrolle nie mehr abgeben. Darum kann ich auch nicht mehr trinken, ich habe noch so viel vor und so viele Dinge, die mein Interesse geweckt haben und die mehr Spaß machen als Alkohol trinken. Ich habe auch bemerkt, wie sehr mein Mann mich doch gebrauchen kann, habe ich ihm doch auch noch die Verantwortung für mich aufgeladen. Das werde ich ändern.
Ich fühle, wie gut es ist, ganz bei mir zu sein.
In diesem Sinne geht es für mich weiter.
LG, Anna


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