Zum ersten Mal Baclofen

Eigene Erfahrungsberichte zu Baclofen und Alkohol
Benutzeravatar

Thread-Starter
ac2017
Beiträge: 25
Registriert: 15. Mai 2017, 16:44
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon ac2017 » 31. Mai 2017, 12:37

Kurzes Update:

Derzeit keine starken Müdigkeitsanfälle mehr, wenig Übelkeit / Schwindel.
Euphorie ist fast weg, und ich kann mich wieder ganz normal ärgern.
Ich bin froh, dass ich Sertalin nehme, ich glaube, ohne wäre mein Entzug einen Ticken schwieriger.

Kein Trinkwunsch / -drang.

Sehr reale Träume, aber nicht mehr so UNGLAUBLICH real wie am Anfang.

Hunger nimmt wieder etwas zu, ist aber noch unter "normal".

Bisschen Rücken- und Muskelschmerzen (ich kann z. B. beim Autofahren beim Portemonnaie nicht mehr in der Hosentasche haben, das tut echt weh).

Sonst alles paletti. Bleibe erstmal bei "meiner" Dosis.

Benutzeravatar

Lucidare
Beiträge: 641
Registriert: 19. September 2014, 22:01
Hat sich bedankt: 138 Mal
Danksagung erhalten: 152 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon Lucidare » 31. Mai 2017, 20:24

Hi Ac,

ac2017 hat geschrieben:Euphorie ist fast weg, und ich kann mich wieder ganz normal ärgern.


Mal schauen, wie die Welt dann morgen wieder aussieht... [cool]

LG
In Memorien...

Wer aus meinen Texten nicht herauslesen kann, dass ich aus persönlicher Erfahrung schreibe, wird mich sowieso missverstehen. Ronja von Rönne

Benutzeravatar

Thread-Starter
ac2017
Beiträge: 25
Registriert: 15. Mai 2017, 16:44
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon ac2017 » 1. Juni 2017, 00:31

Ich hatte heute einen sch*** Tag. Mehrere, eklige Sachen passiert.
Normalerweise hätte ich mich heute abend echt weggeballert.
Bei mir kam der Gedanke daran auf, aber kein Verlangen, das war echt der Lichtblick des Tages.

Benutzeravatar

Thread-Starter
ac2017
Beiträge: 25
Registriert: 15. Mai 2017, 16:44
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon ac2017 » 1. Juni 2017, 01:18

Ich wollte gerne noch etwas fragen:

Ich habe fast 1 Jahr lang Vivinox, dann Hoggar Night zum Einschlafen genommen.
Eine Apothekerin meinte, ich solle bei längerer Einnahme von Vivinox meinen Augeninnendruck untersuchen lassen.

Vor ein paar Monaten habe ich bemerkt, dass (wenn ich abends mal nüchtern war - was nicht oft vorgekommen ist -) ich so etwas wie gefühlte Atemaussetzer hat, wenn ich auf dem Rücken gelegen habe.
Vor allem beim Wegdösen bin ich mit Panik wieder hellwach geworden, weil ich das Gefühl hatte, ich hätte vergessen, zu atmen.
Beim Liegen auf der Seite kam das nicht vor, so bin ich immer auf der Seite eingeschlafen, obwohl ich das überhaupt nicht mag.
Ich weiß nicht genau, wie es jetzt ist, weil ich vom Baclofen innerhalb einer Minute einschlafe, aber ich meine mich zu erinnern (wie gesagt macht es das schnelle Einschlafen durch Baclofen schwer, das zu beurteilen), dass ich das immer noch habe.

3 Tage bevor ich Baclofen angefangen habe, ist mir aufgefallen, dass ich auf einem Auge nachts viel dunkler sehe als auf dem anderen. Ich vermute, das kam durch den besagten Augeninnendruck vom Schlafmittel (wobei das am Ende Hoggar Night statt Vivinox war).
Mit der Einnahme von Baclofen habe ich auch mit den Schlafmitteln aufgehört.
Ich sehe jetzt wieder normal.

Kommen diese Symptome Jemandem hier bekannt vor? Ich habe die Augenproblematik und die Atemangst zusammengeworfen, weil ich mir beides nicht erklären kann, bzw. nicht weiß, ob die Augensache wirklich vom Augeninnendruck kommt.

Aber vielleicht schreibt hier ja jemand, dass er genau diese Symptome in Kombination auch schon erlebt hat.

Vielleicht hat das ja auch etwas mit Alkohol zu tun.

Danke.

Btw, heute ist mein 8ter Tag ohne Alkohol. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal so lange nichts getrunken habe. Ich habe nicht mal richtig mitgezählt und musste erst nochmal nachschauen.
Mein Gesicht ist auch nicht mehr so rot, und meine Nase läuft nicht mehr.

Edit: Ich habe darauf geachtet: Das Atemproblem habe ich immer noch, und mein eines Auge sieht "anders" (dunkler, andere Farben). Ich lasse das durchchecken.

Benutzeravatar

Thread-Starter
ac2017
Beiträge: 25
Registriert: 15. Mai 2017, 16:44
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon ac2017 » 7. Juni 2017, 02:51

Auch wenn ich keine Ratschläge annehme und diesen Thread mehr als Tagebuch benutze, hilft es mir wirklich SEEEEHR, dass ihr mich so nett unterstützt (habt).

Gestern nacht wollte ich noch ganz selbstherrlich schreiben, dass sich das Thema Alkohol für mich erledigt hat.
Ich hatte so "DAS" Gefühl.
TW und SD waren völlig weg.

Dann war ich heute unterwegs und hatte meine 14-Uhr-Tablette vergessen, und um 17 Uhr dachte ich plötzlich "Das ist gerade alles so nervig bei mir, jetzt würde ich gerne was trinken. So abstinent kann es doch nicht weitergehen."

Ich war total erstaunt und schockiert von diesem Gedanken.
Der kam so aus dem Nichts.

Da war ich dann doch wieder SEHR froh, dass ich Baclofen habe und mich nicht nur auf meine eigene Willensstärke verlassen muss.

Benutzeravatar

Chinaski
Beiträge: 844
Registriert: 29. November 2012, 15:17
Hat sich bedankt: 83 Mal
Danksagung erhalten: 163 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon Chinaski » 7. Juni 2017, 07:57

Hallo ac,

ac hat geschrieben : Kommen diese Symptome Jemandem hier bekannt vor?


Ja, die Symptome kommen mir bekannt vor.


ac hat geschrieben : Auch wenn ich keine Ratschläge annehme und diesen Thread mehr als Tagebuch benutze,


Und dann erwartest du Ratschläge doppd
Von mir nicht mehr, dafür ist mir meine Zeit zu schade.


Alles gute...
Chinaski

Benutzeravatar

Thread-Starter
ac2017
Beiträge: 25
Registriert: 15. Mai 2017, 16:44
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon ac2017 » 17. Juni 2017, 19:12

25ter Tag ohne Alkohol. :-))))

Zwischendrin öfter mal TW in Stresssituationen aber kein SD.

Die Müdigkeit und die Muskelschmerzen machen mir zu schaffen.

Benutzeravatar

Lucidare
Beiträge: 641
Registriert: 19. September 2014, 22:01
Hat sich bedankt: 138 Mal
Danksagung erhalten: 152 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon Lucidare » 17. Juni 2017, 19:32

Hi AC,

ac2017 hat geschrieben:25ter Tag ohne Alkohol. :-))))


Gut, ich werde über meinen Schatten springen und Dich dazu beglückwünschen. [good]

Mit Grummeln im Bauch, aber es scheint ja alles gut gegangen zu sein. [cool]

Die Müdigkeit und die Muskelschmerzen machen mir zu schaffen.


Man könnte jetzt natürlich etwas über Erhaltungsdosis usw. schreiben. Aber was solls.

Auch wenn ich keine Ratschläge annehme und diesen Thread mehr als Tagebuch benutze, hilft es mir wirklich SEEEEHR, dass ihr mich so nett unterstützt (habt).


Eben d'rum. Berichte weiter, ich persönlich freue mich wirklich, von Dir zu lesen. [smile]

LG
In Memorien...

Wer aus meinen Texten nicht herauslesen kann, dass ich aus persönlicher Erfahrung schreibe, wird mich sowieso missverstehen. Ronja von Rönne

Benutzeravatar

Thread-Starter
ac2017
Beiträge: 25
Registriert: 15. Mai 2017, 16:44
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon ac2017 » 18. Juni 2017, 12:39

Danke!
Kannst Du mir etwas zur Erhaltungsdosis schreiben?
Ich möchte EIGENTLICH auch gerne runterdosieren.
Oder ist es dafür noch zu früh?
Ich habe sowas von Angst vor einem Rückfall.
Ich habe echt Angst davor, unter "meine" Dosis zu kommen.
Ich kann mir vorstellen, dass ich dann sofort wieder zu trinken anfange.
Oder kann ich dann einfach nachlegen? Schon, oder? Weil Bac wirkt ja echt schnell.

Benutzeravatar

Chinaski
Beiträge: 844
Registriert: 29. November 2012, 15:17
Hat sich bedankt: 83 Mal
Danksagung erhalten: 163 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon Chinaski » 18. Juni 2017, 16:23

Hallo ac,

danke für deinen Beitrag in deinem Tagebuch.
Zu deinen Fragen: keine Ahnung!

Alles gute,
Chinaski

Benutzeravatar

andi
Beiträge: 285
Registriert: 14. April 2010, 22:42
Wohnort: Baden-Württemberg
Hat sich bedankt: 85 Mal
Danksagung erhalten: 40 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon andi » 18. Juni 2017, 22:32

ac2017 hat geschrieben:Danke!
Kannst Du mir etwas zur Erhaltungsdosis schreiben?
Ich möchte EIGENTLICH auch gerne runterdosieren.
Oder ist es dafür noch zu früh?
Ich habe sowas von Angst vor einem Rückfall.
Ich habe echt Angst davor, unter "meine" Dosis zu kommen.
Ich kann mir vorstellen, dass ich dann sofort wieder zu trinken anfange.
Oder kann ich dann einfach nachlegen? Schon, oder? Weil Bac wirkt ja echt schnell.


Hi ac,

wieso willst du abdosieren, hast doch erst angefangen?

Benutzeravatar

Thread-Starter
ac2017
Beiträge: 25
Registriert: 15. Mai 2017, 16:44
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 3 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon ac2017 » 20. Juni 2017, 11:13

Lucidare hatte doch von Erhaltungsdosis geschrieben, das wäre ja Runterdosieren.

Benutzeravatar

Lucidare
Beiträge: 641
Registriert: 19. September 2014, 22:01
Hat sich bedankt: 138 Mal
Danksagung erhalten: 152 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon Lucidare » 20. Juni 2017, 13:18

Hi AC,

@Papfl hat hier geschrieben:

Generell gilt: Baclofen langsam in kleinen Schritten in Anlehnung an den Leitfaden für die Anwendung oder die auf die jeweilige Tablettenstärke zugeschnittenen Dosierungstabellen hier im Forum aufdosieren, bis erste Nebenwirkungen auftreten oder das Craving verschwindet. Die Nebenwirkungen sind häufig "nur" erhöhte Müdigkeit oder ein bisschen "Neben-Sich-Stehen"...also nichts Weltbewegendes.

Dann auf dieser Stufe (bei der die ersten Nebenwirkungen aufgetreten sind) verharren. In der Regel verschwinden die Nebenwirkungen nach wenigen Tagen wieder. Besteht nach wie vor Craving ("Trinkverlangen"), dann sollte die Dosis - nachdem die Nebenwirkungen abgeklungen sind - langsam weiter gesteigert werden, bis erneut Nebenwirkungen auftreten. Dann wieder innehalten und so weiter [schritte] .

Irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem die Nebenwirkungen auch nach ein oder zwei Wochen nicht mehr verschwinden. Etwas unterhalb liegt dann die ideale individuelle Erhaltungsdosis. Im Idealfall pendelt es sich so ein, dass man bei der idealen persönlichen Erhaltungsdosis kein oder kaum Craving ("Trinkverlangen") und keine oder kaum Nebenwirkungen hat.


Und natürlich bestenfalls abstinent beginnen. Also, Nebenwirkungen aushalten und nichts tun oder hoffen, dass diese verschwinden. Wenn dem nicht so ist, laaaangsam abdosieren. Bei Dosis von 75mg/täglich (oder ist es zwischenzeitlich mehr geworden?), die ja auszureichen scheint, in 5mg oder 6,25mg - Schritten. Also 5mg weniger, schauen was passiert. Und laaangsam, immer einige Tage abwarten. Alles klar?

LG
In Memorien...

Wer aus meinen Texten nicht herauslesen kann, dass ich aus persönlicher Erfahrung schreibe, wird mich sowieso missverstehen. Ronja von Rönne

Benutzeravatar

Chinaski
Beiträge: 844
Registriert: 29. November 2012, 15:17
Hat sich bedankt: 83 Mal
Danksagung erhalten: 163 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon Chinaski » 20. Juni 2017, 16:03

Hallo,
AC hat geschrieben :Lucidare hatte doch von Erhaltungsdosis geschrieben, das wäre ja Runterdosieren.


Dieser Ratschlag ist schon X - mal im Forum beschrieben.
Einfach mal Beiträge lesen oder die Forums Suche bemühen.
Danke!

Gruß...
Chinaski

Benutzeravatar

DonQuixote
Beiträge: 4261
Registriert: 15. Dezember 2011, 14:48
Hat sich bedankt: 507 Mal
Danksagung erhalten: 581 Mal
Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN
Kontaktdaten:

Re: Zum ersten Mal Baclofen

Beitragvon DonQuixote » 20. Juni 2017, 20:20

Hallo AC

In unserem Leitfaden wird empfohlen, „mehrere Wochen oder sogar Monate“ auf der Maximaldosis, d.h. der Dosis, bei der sich der Erfolg eingestellt hatte, zu verbleiben, und erst danach vorsichtig die Dosis zu reduzieren um seine Erhaltungsdosis zu finden. Die Erhaltungsdosis liegt erfahrungsgemäß so ca. bei 40 - 70 % der ursprünglichen Maximaldosis. In Deinem Fall ist es also noch etwas zu früh, an eine Reduktion der Dosis zu denken, zumal diese ja auch nicht besonders hoch ist, und Nebenwirkungen offenbar auch nicht das Problem sind.

Meint DonQuixote


Teilen mit:

     

Zurück zu „Erfahrungsberichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast