Eugenia sucht Hilfe

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Eugenia lapkin
Mann oder Frau?: Ich habe keine AHNUNG

Eugenia sucht Hilfe

Beitragvon Eugenia lapkin » 1. März 2017, 22:33

Hallo ihr lieben

Mir geht es ganz ähnlich.
Ich brauche abends nach der stressigen Arbeit mein Glas Wein. Und es bleibt oft nicht nur bei diesem Glas.
Ich weiß, dass ich ein Problem habe und war schon auf der Suche nach einer Psychotherapiestelle jedoch muss ich mindestens noch 1 Jahr für einen Platz WarTen. Es ist so unfair. Und ein psychotherapeuth wollte mich gar nicht annehmen aufgrund meines Konsums. Wie unfair.
Mein Mann leidet , naTürLich weiß er nicht was ich habe. Ich schäme mich so sehr . Wir streiten nur. Ich bin nur noch müde und fertig. Kleinigkeiten bringen mich auf die palme. Ich bin doch erst 32 und weiss nicht weiter. Mein Job ist toll, ich habe ein schönes Eigenheim aber fühle mich so wertlos. Es ist hart und ich leide und habe schlafproblene. Ein Austausch würde mir gut tun. Ich freue mich über eure Kontaktaufnahme am besten im Umkreis kirchheimbolanden.

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andi
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Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Eugenia sucht Hilfe

Beitragvon andi » 2. März 2017, 05:13

Hallo Eugenia,

willkommen im Forum!

Wenn du einen Arzt brauchst, schreib mit der Bitte diesbezüglich e-Mail an DonQuixote. Bis dahin kannst dich im Forum etwas einlesen, was das Medikament betrifft.

Viel Erfolg

lg
andi

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GotLight
Mann oder Frau?: Ich habe keine AHNUNG

Re: Eugenia sucht Hilfe

Beitragvon GotLight » 28. Mai 2017, 15:04

Hallo Eugenia,

meine Erkenntnis kann nicht den eigenen Denk- und Fühlprozess ersetzen oder gar beschleunigen kann. Allerdings kann ich eventuell eine andere Sichtweise darstellen, mit der es Dir leichter fällt, Brücken zu bauen.

Begriffe wie; Selbstwertgefühl, Selbstachtung, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein waren mir, als mittlerweile 40-jähriger, selbstverständlich ein Begriff. Während meines Studiums der Ingenieurwissenschaften und meiner anschließenden Tätigkeit als selbstständiger Berater im Finanzwesen musste ich mich zwangsläufig damit auseinander setzten! Die Sucht, war und ist mein ständiger Begleiter. In allen Bereichen des Lebens, sei es Spiel, Liebe, Konsum, Rausch!

All das bedeutet Ablenkung. Ablenkung von der Wirklichkeit. Flucht. Aus Angst, die teils begründet, teils unbegründet dazu-erfahren wurde.

Das eigene Selbstbewusstsein, kommt hier zu kurz. Es kann auch nicht mit materiellen Dingen ersetzt werden. Nur kurzfristig, auf lange Sicht kann sich ein jedes Individuum nur dann vollumfänglich entwickeln, wenn es in ständiger Kommunikation mit seinem Umfeld Erfahrungen sammelt, und dies ganz bewusst. Nicht wertend ob richtig oder falsch, vielmehr darüber bewusst worin die eigenen Interessen in den jeweiligen Zeitabschnitten liegen. Aus diesem Bewusstsein heraus, können die Entscheidungen ohne Angst getroffen werden, dabei hilft das Selbstvertrauen! Wenn die Entscheidungen unbewusst, entgegen dem Bauchgefühl - der Intuition -, getroffen werden, meist aus Verlustangst, führt dies auf Dauer zu einer Diskrepanz deines Selbst. Wenn Du dir darüber bewusst wirst, beginnt der Schock und die Flucht geht weiter, da das bewusst Wahrnehmen, gar nicht mehr möglich ist.

Und das liebe Eugenia, das geht jedem Menschen gleich. Deswegen ist es wichtig, klar zu sein, ohne Konsum, um überhaupt eine Therapie beginnen zu können. Du kannst es allerdings auch selbst, wenn du verstehst was ich schreibe. Dir selbst helfen, jetzt sofort, Du musst es nur tun und zulassen.
Dein Mann kann Dich dabei unterstützen, wieder Selbstbewusst wahr zu nehmen, indem Ihr Euch ein gemeinsames Interesse herleitet. Ein Interesse, aus welchem ihr neue Energie schöpfen könnt.


Lieben Gruß

GotLight


Aus meiner Sicht gilt darüber hinaus;

Die Konsequenz von schädlichem Konsum, stoff- oder nicht stoffgebunden, ist ein fehlendes oder verzerrtes Selbst-bewusst-sein, das wiederum in anderen, ungewöhnlichen Verhaltensweisen mündet. Daraus resultiert das irreführende Gefühl, einer Gruppe zu zugehören, einer 'kranken' Gruppe von Süchtigen.

Allerdings, ist der Mensch an sich süchtig. Süchtig, ab Geburt, nach Liebe. Fehlende Liebe lässt Ablenkung zu und hindert die Entwicklung eines natürlichen Selbstbewusstseins.

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Anna
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Mann oder Frau?: Ich bin eine FRAU

Re: Eugenia sucht Hilfe

Beitragvon Anna » 31. Mai 2017, 06:11

Hi,
das hast Du aber genau auf den Punkt gebracht, phänomenal. Ich habe das kürzlich erst selbst für mich so erkannt, hätte es aber noch nicht in so treffenden Worten formulieren können. Ich werde es mir ausdrucken, danke.
Erst jetzt, wo ich wirklich verstanden habe, welches Programm tatsächlich in meinem Kopf völlig unbewusst lief, und ich auch schon wieder über Flucht nachdachte, kann ich mich entscheiden, für mich zu sorgen und auf mich selbst aufzupassen.
LG, Anna

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Luphan
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Mann oder Frau?: Ich bin ein MANN

Re: Eugenia sucht Hilfe

Beitragvon Luphan » 31. Mai 2017, 17:51

Hi,

GotLight hat geschrieben:Hallo Eugenia,

meine Erkenntnis kann nicht den eigenen Denk- und Fühlprozess ersetzen oder gar beschleunigen kann. Allerdings kann ich eventuell eine andere Sichtweise darstellen, mit der es Dir leichter fällt, Brücken zu bauen.

Begriffe wie; Selbstwertgefühl, Selbstachtung, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein waren mir, als mittlerweile 40-jähriger, selbstverständlich ein Begriff. Während meines Studiums der Ingenieurwissenschaften und meiner anschließenden Tätigkeit als selbstständiger Berater im Finanzwesen musste ich mich zwangsläufig damit auseinander setzten! Die Sucht, war und ist mein ständiger Begleiter. In allen Bereichen des Lebens, sei es Spiel, Liebe, Konsum, Rausch!

All das bedeutet Ablenkung. Ablenkung von der Wirklichkeit. Flucht. Aus Angst, die teils begründet, teils unbegründet dazu-erfahren wurde.

Das eigene Selbstbewusstsein, kommt hier zu kurz. Es kann auch nicht mit materiellen Dingen ersetzt werden. Nur kurzfristig, auf lange Sicht kann sich ein jedes Individuum nur dann vollumfänglich entwickeln, wenn es in ständiger Kommunikation mit seinem Umfeld Erfahrungen sammelt, und dies ganz bewusst. Nicht wertend ob richtig oder falsch, vielmehr darüber bewusst worin die eigenen Interessen in den jeweiligen Zeitabschnitten liegen. Aus diesem Bewusstsein heraus, können die Entscheidungen ohne Angst getroffen werden, dabei hilft das Selbstvertrauen! Wenn die Entscheidungen unbewusst, entgegen dem Bauchgefühl - der Intuition -, getroffen werden, meist aus Verlustangst, führt dies auf Dauer zu einer Diskrepanz deines Selbst. Wenn Du dir darüber bewusst wirst, beginnt der Schock und die Flucht geht weiter, da das bewusst Wahrnehmen, gar nicht mehr möglich ist.

Und das liebe Eugenia, das geht jedem Menschen gleich. Deswegen ist es wichtig, klar zu sein, ohne Konsum, um überhaupt eine Therapie beginnen zu können. Du kannst es allerdings auch selbst, wenn du verstehst was ich schreibe. Dir selbst helfen, jetzt sofort, Du musst es nur tun und zulassen.
Dein Mann kann Dich dabei unterstützen, wieder Selbstbewusst wahr zu nehmen, indem Ihr Euch ein gemeinsames Interesse herleitet. Ein Interesse, aus welchem ihr neue Energie schöpfen könnt.


Lieben Gruß

GotLight


Aus meiner Sicht gilt darüber hinaus;

Die Konsequenz von schädlichem Konsum, stoff- oder nicht stoffgebunden, ist ein fehlendes oder verzerrtes Selbst-bewusst-sein, das wiederum in anderen, ungewöhnlichen Verhaltensweisen mündet. Daraus resultiert das irreführende Gefühl, einer Gruppe zu zugehören, einer 'kranken' Gruppe von Süchtigen.

Allerdings, ist der Mensch an sich süchtig. Süchtig, ab Geburt, nach Liebe. Fehlende Liebe lässt Ablenkung zu und hindert die Entwicklung eines natürlichen Selbstbewusstseins.


Ich habe mal den ganzen Beitrag von dir zitiert und muss sagen:

Hut ab für die gute Selbsteinschätzung und eigene Reflektion!

Das mit der Sucht von Geburt an kann ich sogar unterzeichenn. Seit dem ich Fühlen und Denken konnte war ich immer wie ein "Süchtiger" gewesen. Nach Liebe und Anerkennung, was mich mein ganzes Leben weiter begleitet hat bis noch heute!

Gruß

Luphan
"Es ist einfach Feeling pur, ich will die negativen Gedanken vertreiben, wie Schmutz um es als Vergleich von mir wegstreichen. Muss die Stimme dämpfen, diesen Text beenden und euch bitten nicht nach jedem Satz Kritik an mich persönlich zu wenden."

Mein Tagebuch: => Luphan und sein Weg mit Baclofen =<


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